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Pinterest Product Pins: So will das Netzwerk zum Shoppen verführen
| Kategorie: Social Media

Social-Bookmarking-Dienste waren vor Facebook, Twitter und Co. eine große Nummer im Internet. Mittlerweile spricht kaum mehr jemand von diesen Diensten. Der bekannteste Dienst war Mister Wong – 2006 ging dieser an den Start. Mittlerweile ist von dem Erfolg nichts mehr übrig. Die Domain wurde im Rahmen eines Insolvenzverfahrens für gerade einmal 2.500 Euro verkauft.

Mister-Wong.de Screenshot
Mister-Wong.de Screenshot | Quelle: web.archive.org

Vor zehn Jahren ging der Social-Bookmarking-Dienst Mister Wong online. Der Aufstieg war schnell – schon ein Jahr nach dem Start hatte man nach eigenen Angaben bereits über eine Million Bookmarks, laut Alexa war man zwischenzeitlich auf Platz 44 der am häufigsten aufgerufenen Websites in Deutschland und auch der damals noch ausgegebene Google Page Rank lag bei 9. Geld verdiente man über klassische Bannerwerbung, Textanziegen, Video-Ads, Sponsored-Post-Formate und Sponsored Bookmarks.

Man kann sagen, bei Mister Wong lief alles. Doch dann drehte sich der Wind. Im Gespräch mit OnlinemarketingRockstars.de erinnert sich Kai Tietjen, Gründer des Dienstes: „Heute funktioniert das Entdecken neuer Web-Inhalte natürlich anders, als noch vor zehn Jahren. Wir fanden das Prinzip von Social Bookmarking damals aber richtig gut. Und weil es das so in Europa noch nicht gab, haben wir diese Lücke dann mit Mister Wong geschlossen.“ 

Nie wieder von Google Penalty erholt

Doch dann kam der Absturz. Google hat die Seite abgestraft. Der Sichtbarkeitsindex rutschte ins Bodenlose. Der Grund für die Strafe? Google war möglicherweise der Meinung, dass die Links auf mister-wong.de dem Nutzer keinen Mehrwert boten. Bei Mister Wong versuchte man gegenzusteuern. Eine eigene Redaktion und die Wiedereinführung von Do-Follow-Links sollten wieder für mehr Sichtbarkeit sorgen. Doch der Erfolg blieb aus, Ende 2011 wurde die Domain mit allen weiteren Länder-Varianten zum Verkauf angeboten.

Der Sichtbarkeitsindex von mister-wong.de laut Sistrix
Der Sichtbarkeitsindex von mister-wong.de laut Sistrix. (Quelle: onlinemarketingrockstars.de)

Und dann ging der Marathon los. 2012 wurde die Seite von der Ekaabo GmbH übernommen. Doch auch hier kam man nicht auf einen grünen Zweig. Man wollte mit Mister Wong und dem kurz vorher gekauften „Digg-Klon Yigg“ den eigenen Dienst Spreadly pushen, doch dieser wurde kaum von den Usern angenommen. Die Ekaabo GmbH wurde dicht gemacht. Ein neuer Besitzer für Mister Wong musste gefunden werden.

Neues Geschäftsmodell für Mister-Wong.de

2013 ging die Domain an Phuc Tran. Der Plan war eine komplette Änderung des Geschäftsmodells. Statt Social Bookmarking sollte Mister Wong Anlaufstelle für Mode-Fans werden. Doch der Plan, Mister Wong als „Social-Fashion-Plattform“ zu etablieren, scheiterte. Wie es bei OnlinemarketingRockstars heißt, war der neue Besitzer nicht dazu bereit, die Summe zu investieren, die für das Vorhaben notwendig gewesen wäre. August 2016 musste die Mister Wong GmbH schließlich Insolvenz anmelden.

Am Ende wurde die Domain Ende Oktober 2016 im Paket mit 15 weiteren Top-Level-Domains von der HanseHype GmbH für gerade einmal 2.500 Euro übernommen. Der Plan der neuen Besitzer: Die Seite soll umgebaut werden – Vorbild ist die Vergleichsplattform vergleich.org. Die neuen Eigentümer zeigen sich optimistisch – wie auch der Tweet vom 24. Oktober zeigt.

 

 

Geschrieben von Julia Ptock
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Kommentare  

#1 Anna 2017-10-23 14:23
Dass die andere Vergleichsplatt form als Vorbild genutzt wurde, fällt ja sofort auf! Die Startseite ist denen zwar sehr gut gelungen aber der rest lässt immernoch zu wünschen übrig..
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