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| Kategorie: Social Media

Facebook geht gegen den Missbrauch von Nacktbildern vor, indem es die Nutzer dazu auffordert, die eigenen Nacktbilder hochzuladen. Klingt kurios, scheint aber durchdacht.

Facebook

© Ronnachai Palas / Shutterstock.com

Das Feature, das Facebook aktuell in Australien testet, klingt mindestens kurios. Facebook bittet seine Nutzer dabei nämlich um ihre eigenen Nacktbilder. Die Idee dahinter ist aber die Eindämmung von Missbrauch des eigenen Bildes. Bevor man ein Nacktbild an einen anderen Nutzer verschickt, soll man es bei Facebook hochladen. Das soll verhindern, dass dieses Bild später gegen den eigenen Willen weiterverbreitet wird.

Wie soll das funktionieren? Die Nutzer sollen zunächst einen Chat mit sich selbst starten und dort das eigene Nacktbild hochladen, das sie dann als „non consentual intimate image“ an Facebook melden. Für das Bild wird dann ein Hash erstellt, ein Code, der wie ein individueller Fingerabdruck funktioniert, so Wired. Versucht nun ein anderer Nutzer dieses Bild bei Facebook hochzuladen oder weiter zu verbreiten, erkennt Facebook den Vorgang und löscht das Bild.

Nacktbilder gegen Revenge Porn

Mit dieser Idee will Facebook gegen den so genannten Revenge Porn vorgehen, der offenbar ein akutes Problem darstellt. Auch andere Netzwerke wie Twitter versuchen immer wieder, wirksame Maßnahmen gegen das Problem zu finden, doch bislang fehlt es an der nötigen Technologie, um entsprechende Inhalte wirksam zu erkennen. Nutzer konnten sie lediglich melden und dann sperren lassen. Der aktuelle Facebook-Vorstoß würde die Möglichkeit liefern, intimes Material zu löschen, bevor es veröffentlicht wird.

Die Frage ist, inwieweit die Nutzer sich darauf einlassen. Facebook verspricht zwar, dass die Bilder in keiner Weise anderweitig verwendet werden, hat aber nicht gerade den Ruf, das Datenschutz-freundlichste Unternehmen zu sein. Der Test wird zeigen, wie gut das Angebot von den Nutzern angenommen wird.

Geschrieben von Christoph Pech
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