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| Kategorie: Social Media

Facebook und Google sollen künftig mehr in die Pflicht genommen werden, wenn es um die Entfernung von radikalen Inhalten auf ihren Seiten geht. Andernfalls droht Großbritannien mit zusätzlichen Steuerpflichten.

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© faithie / shutterstock.com

Im Jahr 2017 wurde Großbritannien von mehreren schweren terroristischen Anschlägen erschüttert. Jetzt fordert das Land vor allem von Google und Facebook mehr Initiative hinsichtlich extremistischer Inhalte auf den eigenen Seiten. Zum einen sollen die US-Unternehmen künftig enger mit den britischen Behörden zusammenarbeiten und diesen wichtige Informationen zur Verfügung stellen. Zum anderen werden beide Firmen in die Pflicht genommen, mehr gegen den radikalen Content auf ihren Websites zu unternehmen. Andernfalls droht der zuständige Sicherheitsminister Ben Wallace mit zusätzlichen Steuern, welche Google und Facebook auferlegt bekommen könnten.

Profit vor Sicherheit

Wallace kritisiert vor allem, dass sowohl Facebook als auch Google gerne bereit sind, Nutzerdaten an Dritte zu verkaufen, allerdings keine Informationen den Behörden zur Verfügung stellen. Diese sind auf teure Programme zur Deradikalisierung, Überwachung und andere Maßnahmen zur Terrorismusbekämpfung angewiesen. „Sollten sie weiterhin so unkooperativ sein, könnte man mit zusätzlichen Steuern einen Anreiz schaffen bzw. einen entsprechenden Ausgleich für ihre Tatenlosigkeit fordern“, wird der Sicherheitsminister auf Venturebeat mit Verweis auf die Sunday Times zitiert.

Er beschuldigte die Konzerne, ihren eigenen Profit vor die nationale Sicherheit zu stellen und betonte, „auch wenn sie in T-Shirts auf Beanbags sitzen, seien sie dennoch skrupellose Profiteure.“ Besonders die Tatsache, dass sowohl Facebook als auch Google Nutzerdaten „rücksichtslos an Kredit- und Soft-Porno-Unternehmen verkaufen, aber diese nicht an die demokratisch gewählte Regierung weitergeben“, kritisiert Wallace.

Facebook und Google weisen Vorwürfe zurück

Auf Nachfrage betonten beide US-Konzerne, ihr Möglichstes gegen die aktuelle Terrorgefahr zu unternehmen. „Mr Wallace ist falsch in der Annahme, dass wir unseren Profit vor die Sicherheit stellen, speziell im Kampf gegen den Terrorismus“, heißt es von Facebook-Mitarbeiter Simon Milner. „Wir haben Millionen von Pfund in Menschen und Technologie gesteckt, um terroristische Inhalte zu erkennen und zu entfernen.“

Auch die zu Google gehörende Streaming-Plattform YouTube betonte in einem Statement, dass man „signifikanten Fortschritt“ gemacht habe, besonders durch Investitionen in künstliche Intelligenz. Diese Entwicklung hat dazu geführt, dass 83 Prozent des extremistischen Contents entdeckt und entfernt wurden, ohne dass User die Plattform auf die entsprechenden Inhalte aufmerksam machen mussten.

 

Geschrieben von Corinna Flemming
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