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| Kategorie: Social Media

Facebook will ein Stück vom Sportrechte-Kuchen und hat Eurosport-CEO Peter Hutton verpflichtet. Ab März soll dieser sich um den Einkauf von Sportrechten kümmern.

Fußball in Tor

© Bplanet / Shutterstock.com

Fußball-Fans in Deutschland beobachten die Entwicklung argwöhnisch: Konnte man sich jahrelang darauf verlassen, dass Sky das komplette Bundesliga-Paket bietet, ist die Situation mittlerweile ein wenig komplexer geworden. In Zukunft wird sich diese Entwicklung wohl eher noch beschleunigen. Bereits seit dieser Saison gibt es die Freitagsspiele nicht mehr bei Sky, sondern exklusiv bei Eurosport. Verantwortlich dafür ist Eurosport-CEO Peter Hutton, der die Rechte für den Sender der Discovery-Gruppe sicherte. In Zukunft wird Hutton für Facebook auf Shopping-Tour gehen.

Eurosport-CEO soll Streamingrechte einkaufen

Übereinstimmenden Medienberichten zufolge (u. a. Heise) wechselt der Eurosport-Chef nach den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang (9. bis 25. Februar) zu Facebook. Dort soll er sich um die Akquise von Streamingrechten für Sportereignisse kümmern. Für Facebook ist es der nächste wichtige Schritt, um im lukrativen Markt Fuß zu fassen. Bereits im vergangenen Jahr kaufte man einige Rechte für Spiele des College-Basketballs in den USA, der Baseball-Liga MLB, der Major League Soccer und der europäischen Champions League.

Heißer Wettstreit um Fußball-Rechte

Das sollte aber offenbar nur der Anfang sein, denn die große Reichweite gibt es in Europa vor allem mit Fußball, in den USA mit American Football oder in Indien mit Cricket. Bei letzterem war Facebook im vergangenen Jahr noch leer ausgegangen. Facebook hat wie auch Amazon zum Beispiel ein Auge auf die englische Premier League geworfen. Die Frist für entsprechende Gebote läuft bis zum 9. Februar. Mit Facebook, den aktuell ausstrahlenden Sky und BT und natürlich Amazon gäbe es vier finanzkräftige Bieter, die für einen neuen Einnahmerekord sorgen könnten. In Deutschland hält Amazon seit dieser Saison bereits die Audio-Rechte der Bundesliga. Bei der Vergabe der nächsten Bildrechte dürfte das Unternehmen in jedem Fall mitbieten. Eine Teilnahme von Facebook am Bieter-Wettstreit käme kaum überraschend.

Geschrieben von Christoph Pech
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