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Otto findet E-Commerce gut

Veröffentlicht: 08.04.2013 | Autor: Ariane Nölte | Letzte Aktualisierung: 08.04.2013 | Gelesen: 5861 mal

„Collins“ ist der Arbeitstitel des neusten Online-Projekts von Otto. Ab Anfang 2014 soll der Shop unter der Leitung von Benjamin Otto und Tarek Müller vor allem die Herzen einer jungen weiblichen Zielgruppe erobern. Und auch sonst ist der einstige Katalog-Händler nicht untätig im E-Commerce.

Warenkorb Klick

Man weiß nicht, wo man anfangen soll, wenn man sich mit Ottos aktueller Online-Affinität auseinandersetzt. So erwarb das Unternehmen erst im Februar die Mehrheitsbeteiligung am Payment-StartUp NuBON und verstärkte damit sein Engagement im Multichannel-Bereich. NuBON bietet mobile Coupons und digitale Kassenbons, bei der Otto-Tochter Sportcheck vernetzen Touchpads das Einkaufserlebnis und iPad-Stationen sollen erweiterte Kundenberatung ermöglichen.

Eigene Shopsoftware „Lhotse“ geplant

Außerdem arbeitet die Unternehmensgruppe aktuell an einer eigenen Shop-Software. Unter dem Namen „Lhotse“ wird dabei eine Lösung erarbeitet, die Otto.de auf Vordermann bringen soll und bis Herbst geplant ist.

Der Einsatz scheint sich offenbar zu lohnen. So verkündete die Otto Group im März ein nachhaltiges Umsatzwachstum um rund 1,7 % auf 11,8 Milliarden Euro für das Geschäftsjahr 2012/2013. Dabei kommt die Unternehmensgruppe auf einen Online-Anteil von 80 %. Das findet Otto verständlicherweise gut und will bis 2015 insgesamt 300 Millionen Euro in den E-Commerce investieren.

Millionenschwere Werbung

Die Online-Umsätze werden also gehegt und gepflegt, das zeigt auch eine im März gestartete umfangreiche Werbekampagne für den Shop. Einen dreistelligen Millionenbetrag soll das Wunderwerk um surreale Szenerien, die dringende Fragen nach Mode aufwerfen, gekostet haben.

Es scheint als wäre Otto manchmal gern Amazon und Zalando zusammen, hat im Wettbewerb mit den Pure-Playern jedoch kein leichtes Spiel. Den richtigen Weg geht die Unternehmensgruppe mit seinem starken Onlinefokus jedoch allemal, um nicht wie der ehemalige Haupt-Konkurrent Neckermann den Anschluss zu verpassen. Die E-Commerce-Branche darf gespannt sein.

 

 

 

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