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Traditioneller Buchhandel kämpft verzweifelt gegen Amazon

Veröffentlicht: 29.04.2013 | Autor: Redaktion | Letzte Aktualisierung: 26.04.2013 | Gelesen: 5235 mal

Die Vormachtstellung von Amazon im Buchmarkt ist schon seit längerem ein großer Dorn im Auge der deutschen Buchhandelsketten. Nachdem auch im aufstrebenden E-Book-Markt die Erfolge der großen Handelsketten wie Thalia, Weltbild und Hugendubel nur eher mäßig sind, haben die Wettbewerber nun eine Allianz gegründet. Gemeinsam mit dem Club Bertelsmann und der Telekom wollen Sie mit einem eigenen Lesegerät Amazon die Stirn bieten.

E-Books

Clou des neuen E-Book Readers namens Tolino ist dabei, dass er offen für sämtliche Anbieter von E-Books ist. Laut managermagazin will die Allianz dieses Jahr rund 1,4 Millionen Geräte verkaufen. Die Kosten für Werbung und Vertrieb werden laut Weltbild-Chef Carel Haff zu einem Zuschussgeschäft der Partner werden. Dennoch sei man mit dem bisherigen Investitionsergebnissen sehr zufrieden. Mit Spannung werden daher die ersten konkreten Zahlen zum Umsatz erwartet, die Anfang Mai veröffentlicht werden.

Den stationären Buchhandelsketten macht aber auch noch eine andere Sache zu schaffen: Verlage, die ebenfalls unter dem harten Wettbewerb mit Amazon leiden, gehen immer mehr dazu über, ihre Bücher direkt selbst über das Internet zu vertreiben und lassen damit die Händler außen vor.

Verschiedene Strategien, den Umsatzrückgang aufzuhalten konnten bisher den steten Fall der Buchhandelsketten nicht bremsen. Von Verkleinerungen der stationären Ladenflächen bis zu Zusatzgeschäften mit bücherfremden Artikeln versuchen die Handelsketten alles, um einen Aufschwung zu erreichen. Im Moment werden sogar Filialzusammenschlüsse zwischen Konkurrenten in Betracht gezogen, um die Zahlen wieder nach oben zu bringen. Das richtige Rezept für einen Sieg gegen Amazon scheint also noch nicht gefunden worden zu sein.

 

 

 

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