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Freihandelsabkommen – grünes Licht für größten Wirtschaftsraum der Welt

Veröffentlicht: 27.05.2013 | Autor: Katja Naumann | Letzte Aktualisierung: 27.05.2013

Das Europäische Parlament hat sich für ein Freihandelsabkommen mit den USA ausgesprochen. Ziel ist es unter anderem die europäische Wirtschaft und den europäischen Arbeitsmarkt zu stärken. Auch wenn die Verhandlungen erst am Anfang stehen, bieten sich, auch dank des Internets, für Händler viele Chancen ihr Business über die europäischen Grenzen hinaus zu erweitern.

Handshake USA-EU

Kommission handelt Bedingungen für Freihandelsabkommen aus

Wie vor einigen Wochen berichtet, will sich sie Bundesregierung für ein umfassendes Freihandelsabkommen mit den USA einsetzen. Das „Transatlantic Trade and Investment Partnership“ (TTIP) war am 23.05.2013 Thema im Europäischen Parlament in Straßburg. Dahinter verbirgt sich ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA, dessen Ziele unter anderem ein verbesserter gegenseitiger Marktzugang und der Abbau nichttarifärer Hemmnisse sein sollen. Zusätzlich ist auch die Ausarbeitung von gemeinsamen Vorschriften für den Handel vorgesehen.

Millionen neuer Jobs und 0,5 Prozent mehr Wachstum für das krisengebeutelte Europa waren die Hauptargumente, mit denen EU-Hauptkommissar Karel de Gucht und die irische Ratsvertreterin Lucinda Creighton vor der Abstimmung am 23. Mai erfolgreich für das TTIP geworben hatten. Das geplante Freihandelsabkommen bekam vom EU-Parlament grünes Licht, die Verhandlungen darüber stehen jedoch noch am Anfang. Nachdem das Europäische Parlament vorerst seinen Segen gegeben hat, wird eine EU-Kommission faire Bedingungen über ein Freihandelsabkommen aushandeln müssen, die weder die USA noch die EU benachteiligen, bevor zum Schluss das Europaparlament endgültig entscheiden wird. Vorerst werden die Mitgliedsländer der EU am 14. Juni beschließen, mit welchem Mandat die Kommission in die Verhandlungen mit den USA gehen soll.

Chance und Wachstumspotenzial für beide Regionen

Noch gibt es mehrere strittige Punkte. So begrüßt beispielsweise der agrar- und handelspolitische Sprecher der CSU-Europagruppe Albert Deß die geplante Entwicklung. Gleichzeitig weist er aber darauf hin, dass in einem Freihandelsabkommen die europäischen Standards für Verbraucherschutz, Tierschutz und Umweltschutz sowie soziale Mindestanforderungen für Agrareinfuhren in die EU eingehalten werden müssen. Beachtung finden müssen zum Beispiel auch die europäischen Grundrechte, Richtlinien zum Datenschutz, der Bereich der Finanzdienstleistungen, der Bereich kultureller Dienstleistungen oder die Frage der Rechte des geistigen Eigentums.

Ein Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU würde den mit Abstand größten Wirtschaftsraum der Welt schaffen, der für beide Seiten große Chancen und Wachstumspotenziale bietet. Vor allem im E-Commerce stehen alle Zeichen auf Internationalisierung. Der das Internet als Vertriebskanal bietet die Möglichkeit, mit relativ wenig Mehraufwand auch grenzübergreifend neue Kunden und damit höhere Umsätze zu erreichen.

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