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Kommentar: Markenware als Minenfeld für Online-Händler

Veröffentlicht: 28.05.2013 | Autor: Ariane Nölte | Letzte Aktualisierung: 28.05.2013

Wenn es um Markenware als zweischneidiges Schwert im E-Commerce geht, kommen vielen Online-Händlern die Vertriebsbeschränkungen in den Sinn, die Markenhersteller wie Adidas Händlern gegen die angebliche „Verramschung“ ihrer Produkte auf Marktplätzen wie eBay und Amazon vorgehen wollen.

Schriftzug Top Marken

Das allein schafft bereits genügend Probleme für Händler, die Markenware als beliebte Produkte auf absatzstarken Kanälen verkaufen wollen. Auch wenn die Rechtmäßigkeit dieses Vorgehens bisher unklar ist und sich das Bundeskartellamt vor einigen Wochen eingeschaltet hat, ist ein Ende der Problematik nicht abzusehen. Hersteller von Markenwaren werden weiterhin versuchen den Verkauf ihrer Produkte ein Stück weit mitzubestimmen.

Wenn sie damit nicht erfolgreich sind, ist eine weitaus verheerendere Entwicklung abzusehen: Sie könnten verstärkt auf den Vertrieb über eigene Shops setzen. Es ist kurios genug, dass einer aktuellen Studie zufolge gerademal 50 % der High-End-Marken einen eigenen Online-Shop anbieten. Höchstwahrscheinlich wird der Online-Boom ohnehin nicht mehr lange Halt vor der Markenwelt machen.

Markenware mit Emotionen

Markenware ruft Emotionen hervor. Das ist gut, wenn Verbraucher beispielsweise eine positive Einstellung oder ein aktives Leben mit einer Marke verbinden. Es ist allerdings schlecht, wenn eine Marke plötzlich an Beliebtheit einbüßt oder gar in einen Shitstorm gerät. Wenn beispielsweise Aussagen, wie die vom Abercrombie & Fitch-Chef Mike Jeffries, der seine Mode nur „perfekten Menschen“ vorbehalten will, einer Marke schaden, leiden darunter unter Umständen auch Händler, die diese Produkte verkaufen.

Kommentare  

#1 Alexander 2013-05-28 15:50
Das machen die Marken-Herstell er ja dann ganz klasse. Lassen erst mal die Vertriebspartne r verkaufen und viel Online Umsatz generieren und sobald sie den eigenen Shop haben, werden sie die Einschränkungen stark erweitern oder es komplett verbieten, so ähnlich wie es eben Adidas vor ein paar Monaten bekanntgab.
Wenn sich da die Online-Shops nicht mal hintergangen fühlen...
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