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Kuriose Produkte im E-Commerce

Mysteriöse Tesla-Shorts, Shirt mit Klimaanlage und Schweißgestank-Checker

Veröffentlicht: 07.08.2020 | Geschrieben von: Markus Gärtner | Letzte Aktualisierung: 06.08.2020
Tesla-Shorts

Das Sommerloch samt Ferien und Corona bringt dem Online-Handel zwar vergleichsweise wenig Umsatz, dafür den Online-Shoppern aber auch einige Produkte, die gerade in der heißen Jahreszeit hervorstechen: Durch ihre Funktion oder durch gewieftes Marketing.

Die Geheimnisse der Tesla-Shorts

In letztere Kategorie dürften die Shorts von Elon Musks E-Auto-Schmiede Tesla fallen. Einerseits sind es nur stupide rote Satin-Shorts mit dem Tesla-Logo und einer Aufschrift hinten in Gold. Die hat es aber dafür in sich: „S3XY“ steht nicht nur für sexy, sondern auch für die bisherigen Tesla-Modelle S, 3, X und Y. Genauso hatte es Marketing-Musk schon zum Start seines Unternehmens vor, statt eines ursprünglich geplanten „E“ musste er jedoch auf eine „3“ ausweichen – Konkurrent Ford wollte einst die Rechte am „Model E“ nicht hergeben.

Die Hose bzw. ihre Beschreibung wartet aber noch mit weiteren aktuellen Insider-Gags auf: Der offizielle Name „Tesla Short Shorts“ ist ein Seitenhieb auf sogenannte Leerverkäufe (engl. shorts) an der Börse, mit denen Tesla auch immer wieder zu kämpfen hat: Derartige Anleger handeln mit den Firmenanteilen, ohne dass sie zu dem Zeitpunkt die jeweiligen Aktien besitzen und setzen auf fallende Aktienkurse. Börsianer versuchen so, den Marktwert eines Unternehmens zu drücken.

Und der angesetzte Preis für das Höschen von 69,420 US-Dollar zeigt Musks Vorliebe für Zahlenspiele. Einerseits mutet der Preis durch die sinnlose Extra-Null noch größer an, denn faktisch kostet das Beinkleid nur 69,42 US-Dollar. Zusätzlich steht die 69 natürlich auch für eine Sex-Stellung, und „420“ ist in den USA ein Code für Cannabis – und dazu hat der Tesla-Chef auch eine besondere Beziehung, wie auch im Porträt über den „modernen Messias“ nachzulesen ist. Viele geheime Botschaften und das entsprechende Marketing-Tamtam führten zum erhofften Ergebnis: Die Tesla-Shorts sind ausverkauft.

Sony bietet Shirt mit Mini-Klimaanlage

Wenn die Sonne bei 30 Grad lacht, man aber trotzdem seriös gekleidet ins Büro muss – was tun? Man könnte „Reon Pocket“ von Sony anziehen, eine Art Mini-Klimaanlage, die man hinten in das dazugehörige Unterhemdchen stecken kann, wie Gizmodo berichtet. Die Temperatur wird per Smartphone-App geregelt. Doch das Gerät mit Wärmepumpe und Mini-Ventilatoren kann nicht nur um bis zu fünf Grad kühlen, sondern auch um bis zu zehn Grad aufwärmen, wie das Produktvideo zeigt. Kosten: Zwischen 120 und 160 US-Dollar. Doof nur, dass man im Sommer das zusätzliche Shirt zum Tragen anziehen muss. Und den ganzen 8-Stunden-Bürotag kann man die Kollegen wohl auch nicht vor Schweißperlen bewahren: Der Akku des Geräts hält nämlich nur zwei bis vier Stunden. 

Stinke ich? Und wenn ja, wie viel?

Tanita Odor Checker © Amazon

Apropos Schweißperlen. Wer bei seiner olfaktorischen Außenwirkung nicht das richtige Näschen hat, könnte den „Tanita Odor Checker“, ebenfalls aus Japan, zu Rate ziehen, eine Art Gestanks-Detektor. Man kann das kleine schwarze Gerät an jede beliebige (Körper-)Stelle (bitte nur die eigene!) halten und es zeigt dann innerhalb von zehn Sekunden einen Wert von Eins bis Zehn – ab Sieben wird es wohl kritisch für die Nase, schreibt wuv.de. Mögliches Problem: Der Checker misst wohl nur die Intensität des Geruchs und weiß nicht so genau, welche Düfte als gut oder eher unangenehm gelten. Bei den Amazon-Bewertungen gab es bisher auch eher Naserümpfen: Nur 1,9 Sterne. Stinkig macht auch der Preis von rund 125 US-Dollar – dafür kann man sich auch mindestens ein Jahr lang jede Woche ein neues Deo kaufen.

Über den Autor

Markus Gärtner Experte für: Local Commerce

Markus ist 2018 zum OHN-Team dazugestoßen und berichtet unter anderem über aufstrebende StartUps im E-Commerce. Zuvor hat er beim Branchendienst Location Insider die digitalen Ideen des stationären Handels beleuchtet und für mobilbranche.de den Online-Handel via Smartphone und Apps ins Auge gefasst. Die Digitalisierung der Medienbranche konnte er in seiner Zeit bei dem Branchendienst turi2 beobachten.

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