Teilen Teilen Kommentare Drucken

Die Cloud – Microsoft-Studie widerspricht Vorbehalten von Kritikern

Veröffentlicht: 14.06.2013 | Autor: Tina Plewinski | Letzte Aktualisierung: 14.06.2013

Wer der Nutzung der Cloud skeptisch gegenübersteht, begründet diese Einstellung häufig mit der ungewissen Verlässlichkeit und der ständigen Gefahr der Datenspionage. Indem Kritiker Zweifel und Ängste schüren, werden viele Computer- und Cloud-Neulinge abgeschreckt. Solchen kritischen Beurteilungen steht die neue Studie des IT-Riesen Microsoft konträr gegenüber.

Cloud Computing

Im Zuge der Studie wurden kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) befragt, warum sie die Cloud nicht nutzen: 55 Prozent gaben Datensicherheitsbedenkliche Gründe und noch einmal 55 Prozent Zweifel bezüglich der Zuverlässigkeit an. Außerdem befürchteten 57 Prozent der Befragten einen Kontrollverlust über die eingespeisten Informationen.

Jene Unternehmen, die die Daten-Wolke jedoch für sich nutzen, sind von ihren Vorteilen überzeugt: 96 Prozent von ihnen gaben an, mit der Cloud – im Gegensatz zu früheren Technologien – an Sicherheit zu gewinnen. 63 Prozent bestätigen einen stärkeren Schutz für die Privatsphäre und 82 Prozent von besser verfügbaren Service-Leistungen.

"Es klafft eine große Lücke zwischen landläufigen Vorstellungen und der Realität, was die Cloud betrifft. KMU, die Cloud-Services nutzen, verbuchen einen Vorsprung hinsichtlich Sicherheit, Vertraulichkeit und Zuverlässigkeit in unerwartetem Maße", so Adrienne Hall von Microsoft. Neben dem Verweis auf höhere Sicherheitsstandards und zuverlässigere Service-Leistungen steht in der Untersuchung außerdem die Zeit- und Geldersparnis im Fokus.

Die Studie zeigt also, dass kritische Bedenken, die auf Unerfahrenheit oder Halbwissen basieren, dem realistischen und positiven Nutzen im Wege stehen.

Kommentare  

#3 Ingo 2013-06-14 11:32
Das ist doch alles gelogen, eine Schadensbegrenz ung von Seitens MS.
Die Gefahren und wie man ausspioniert werden kann zeigen doch die im Moment laufenden Berichte über die NSA und Prism.
Aus Sicht der deutschen Industrie ist es höchsgradig Gefährlich seine Daten einem ausländischen Unternehmen an zu vertrauen und schon gar nicht MS oder einer anderen Firma aus den USA.
Mit der Clowd wird der Industriespiona ge Tor und Tür geöffnet!
Zitieren
#2 Wolfgang 2013-06-14 09:51
Im Zuge der aktuellen Berichterstattu ng über die Abhörmethoden der NSA kann man die "Studie" bestenfalls als Scherz bewerten. Gerade Datendienste in den USA und größere Cloud-Anbieter sind für Standleitungen zum amerikanischen Geheimdienst prädestiniert.
Wir haben in unserem Unternehmen in kleinerem Umfang solche Dienste genutzt, das wird nun aber Stück für Stück abgestellt. Auch die Integration von Facebook und Google Tracking wird zurückgefahren. Von großen Firmen bekommt man einiges, vielleicht sogar Sicherheit. Datenschutz aber ganz bestimmt nicht.
Zitieren
#1 Sebastian Bötel 2013-06-14 08:44
Das Microsoft zu diesem Ergebnis kommt ist doch überhaupt kein Wunder. Schließlich wollen Sie die neuen Produkte Richtung Cloud bringen.
Hier stellt sich doch eine grundsätzliche Frage. Will ich als Unternehmen ( oder auch Privatperson ) meine Aktenschränke in die Räumlichkeiten eines anderen Unternehmens stellen. Mag sein, dass die Alarmanlage des anderen Unternehmens besser ist. Aber weiß ich wirklich was dort passiert?
Auch im Zusammenhang mit den neuen Enthüllungen zur NSA Schnüffelei kann man sich nicht sicher sein, ob einem die eigenen Daten überhaupt noch alleine gehören.
Daten sind nie sicher, ich finde aber den Gedanken selber Kontrolle über diese zu haben angenehmer, als diese Unternehmen mit einem kommerziellen Interesse an der Auswertung von Daten zu geben (Google, Apple, Microsoft usw.).
Übrigens kann man schon lange über VPN-Tunnel und Remotedesktop sehr viel Cloud im eigenen Haus machen.
Zitieren

Schreiben Sie einen Kommentar

Newsletter
Abonnieren
Bleibe stets informiert mit unserem Newsletter.