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Shoppable Posts

So erfolgreich nutzen Online-Händler Instagram

Veröffentlicht: 15.01.2019 | Autor: Markus Gärtner | Letzte Aktualisierung: 15.01.2019
Instagram-Logo und Dollarnote

Instagram startete 2010 noch als reine Foto-Plattform, bringt mittlerweile aber immer mehr Chancen für Online-Händler und den E-Commerce. Seit März 2018 können deutsche Nutzer auch über die Funktion „Shopping in Stories“ auf der Plattform einkaufen, außerdem soll das Unternehmen an einer eigenen Shopping-App arbeiten. Immer mehr Schritte im Verkaufsprozess laufen jetzt über das Foto-Portal und mehr und mehr Firmen entdecken den neuen Absatzkanal, berichtet Onlinemarketing Rockstars über den „Instagram Commerce“.

90 Mio Instagram-Nutzer klicken auf Shoppable Posts

Laut Instagram tippen monatlich 90 Millionen Nutzer auf die sogenannten „Shoppable Posts“: Diese führen direkt auf den jeweiligen Online-Shop des Account-Inhabers. Vor allem Unternehmen wie die schwedischen Uhrenmarke Daniel Wellington, die US-Modemarke Fashion Nova und der US-Mode-Shop Revolve haben von dem Instagram-Hype profitiert und fahren mittlerweile neunstellige Umsätze ein. Jetzt erkennen auch immer mehr deutsche Unternehmen die Möglichkeiten für den Online-Handel.

In Deutschland versucht unter anderem der Online-Shop Paul Valentine, Instagram als E-Commerce-Kanal auszubauen. Das Ludwigshafener Unternehmen verkauft Uhren, Taschen und Schmuck. Paul Valentine hat auf Instagram aktuell rund 395.000 Follower – und allein im vergangenen Jahr rund 260.000 dazugewonnen, vor allem durch Influencer-Kooperationen.

So nutzen deutsche Online-Händler Instagram

Die Instagram-Bilder, die die jeweiligen Produkte zeigen, kommen zu einem großen Teil von diesen bezahlten Influencern und vereinzelt von Kunden. Fast jedes der Bilder ist „shoppable“ – und das wird auch rege genutzt. „Wenn wir eine Story darüber posten, dass es ein neues Modell gibt, ist das im Shop schnell ausverkauft“, berichtet Gründerin Marlene Franzreb. „Instagram ist in Sachen Sales Kanal Nummer eins.“

Das Unternehmen postet im Schnitt drei Bilder pro Tag und regelmäßig Stories. Mit Instagram Analytics findet die Firma die besten Zeiten für einen Post. Außerdem reagieren die Macher von Paul Valentine auch auf die Kommentare der Nutzer und kommentieren auf den Accounts von Influencern. Paul Valentine startete 2015, hat nach eigenen Angaben 40 Mitarbeiter und erwirtschaftet mittlerweile einen siebenstelligen Umsatz. „Wir sind selbst finanziert, profitabel und wachsen aus dem Cashflow“, so das Fazit von Marlene Franzreb.

Über den Autor

Markus Gärtner Experte für Local Commerce

Markus ist 2018 zum OHN-Team dazugestoßen und berichtet unter anderem über aufstrebende StartUps im E-Commerce. Zuvor hat er beim Branchendienst Location Insider die digitalen Ideen des stationären Handels beleuchtet und für mobilbranche.de den Online-Handel via Smartphone und Apps ins Auge gefasst. Die Digitalisierung der Medienbranche konnte er in seiner Zeit bei dem Branchendienst turi2 beobachten.

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