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Neue Pilot-Filiale in Hamburg

So verbindet Bonprix Online und stationären Handel

Veröffentlicht: 16.01.2019 | Autor: Markus Gärtner | Letzte Aktualisierung: 16.01.2019
Frau mit Smartphone shoppt

Bonprix eröffnet am 14. Februar in Hamburg eine neue Filiale und startet damit ein Pilotprojekt zur Verknüpfung von stationärem und Online-Handel. Das Konzept wird auf der Berliner Modemesse „Fashiontech“ vorgestellt. Unter dem Namen „fashion connect“ bietet der Mode-Händler in seiner neuen Filiale einen Trend-Bereich mit Showroom-Charakter, smarten Umkleidekabinen und den gesamten Einkauf kombiniert mit der App. Mit der Bonprix-App können sich die Kunden beim Besuch durch die Filiale leiten lassen: Erst checken sie via Smartphone ein, dann scannen sie die gewünschten Artikel in der bevorzugten Größe und legen sie in den virtuellen Einkaufskorb der App. „Wir haben das Smartphone zum wesentlichen Hilfsmittel in unserem neuen Store gemacht, denn es ist heute ständiger Begleiter unserer Kundinnen – egal ob sie sich darüber informieren oder damit einkaufen“, sagt der Bonprix-Verantwortliche Markus Fuchshofen. 

Fitting Room und Trend Floor sollen Käufer überzeugen

In der Filiale gibt es eine Besonderheit: Jedes Kleidungsstück ist nur ein Mal vorhanden und wird auf dem sogenannten Trend Floor in einer eigenen Themenwelt präsentiert. Dort sollen besonders die neuesten Teile der Bonprix-Eigenmarken Bodyflirt und Rainbow gezeigt werden. Hat der Kunde gewählt, legt ein Mitarbeiter die gewünschte Ware in der Umkleide bereit. Der Kunde kann solange an einer Bar warten und etwas trinken. In der Umkleide, im Marketingsprech Fitting Room, kann der Besucher dann sogar das Licht anpassen, um bestmöglich auszusehen. Über einen Bildschirm in der Kabine kann man andere Größen ordern oder auch einen Mitarbeiter rufen, um sich beraten zu lassen. Beim Zahlen kann der Kunde zwischen mehreren Optionen wählen: Entweder per PayPal direkt in der App, per EC- oder Kreditkarte am Self-Check-Out oder bei einem Mitarbeiter an der Barkasse. Die App erkennt dabei per RFID (radio-frequency identification) automatisch, welche Artikel der Käufer gewählt hat.  

So will Bonprix „fashion connect“ weiter entwickeln

Bonprix hat das Konzept „fashion connect“ über rund zwei Jahre entwickelt und will es auch weiter ausbauen – etwa mit personalisierten Produktvorschlägen. „Wir werden ganz viel wahrnehmen und lernen, unsere Eindrücke direkt in unser Konzept einfließen lassen und den Store ständig weiterentwickeln“, sagt Daniel Füchtenschnieder, Geschäftsführer von bonprix Retail. Für Otto als Mutterkonzern hat der Bonprix-Store einen hohen Stellenwert, betont  Sven Seidel von der Otto Group: „Um in Zukunft erfolgreich zu sein, ist es zwingend, die Chancen der Digitalisierung auch im Offline-Retail zu nutzen und digitale, am Kundennutzen ausgerichtete Services zu integrieren. Die Otto Group testet verschiedene Konzepte. Der Laboransatz, den Bonprix mit „fashion connect“ verfolgt, ist dabei ein besonders innovativer.“

Über den Autor

Markus Gärtner Experte für Local Commerce

Markus ist 2018 zum OHN-Team dazugestoßen und berichtet unter anderem über aufstrebende StartUps im E-Commerce. Zuvor hat er beim Branchendienst Location Insider die digitalen Ideen des stationären Handels beleuchtet und für mobilbranche.de den Online-Handel via Smartphone und Apps ins Auge gefasst. Die Digitalisierung der Medienbranche konnte er in seiner Zeit bei dem Branchendienst turi2 beobachten.

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