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Versand im E-Commerce

Henkel setzt auf spezielle Verpackungen im Online-Handel

Veröffentlicht: 22.01.2019 | Autor: Markus Gärtner | Letzte Aktualisierung: 22.01.2019
Persil-Packung

Konsumgüterhersteller Henkel stellt sich mehr auf die Bedingungen des Online-Handels ein und ändert die Verpackung sowie die inhaltliche Zusammensetzung seiner Artikel. Das berichtet die Welt. Die Änderungen sollen teils im ersten Quartal 2019 starten.

Die Bedingungen für den Versand im E-Commerce und im stationären Handel unterscheiden sich deutlich. Zu den Filialen der Händler kommen die Waren meist gut gesichert auf Paletten – wenn der Kunde online bestellt, landet das einzelne Paket irgendwann zusammen mit anderen Bestellungen im Laderaum des Zustellers und muss auf der letzten Meile möglicherweise noch Einiges aushalten. Daher müssen Produkte, die online versandt werden, besser verpackt werden.

Henkel nutzt eigene Verpackungen und extra Dichtungen

Henkel arbeitet daher an verschiedenen Wegen, um diese Produkte zu schützen. So gebe es etwa für Flüssigwaschmittel eine spezielle Dichtung, die das Auslaufen während des Transports verhindern soll. Dafür kooperiert das Traditionsunternehmen bei der Entwicklung von Verpackungen mit Amazon und den E-Commerce-Töchtern der großen Handelsketten. Auch sogenannte Sioc-Verpackungen (Ships in own Container) sollen zum Einsatz kommen. Bei dieser Methode packt der Hersteller die Ware direkt im Werk in spezielle Kartons und verschickt sie an den Online-Händler, der dann nur noch frankieren muss und die Bestellung weitersenden kann. So können die Unternehmen Umverpackungen, Polster und Füllmaterial einsparen. 

Kosten sparen durch höher konzentrierte Inhaltsstoffe

Doch die Entwickler werkeln nicht nur an der Verpackung – auch die Zusammensetzung der Inhalte wird für den Online-Handel spezifiziert. So soll zum Beispiel für Online-Bestellungen von Waschmitteln die Konzentration der Inhaltsstoffe erhöht werden, um kleinere Packungen anbieten zu können und beim Transport Kosten zu sparen. Endkunden, die online bestellen, müssten dann die Verpackungshinweise noch mal lesen, weil sich die benötigten Mengen von denen aus dem stationären Handel unterscheiden könnten.

Der neue Ansatz kommt nicht von ungefähr: Das Online-Geschäft wird auch für alteingesessene Unternehmen wie Henkel immer wichtiger. Henkels Umsatzplus im Online-Handel 2018 mit Waschmittel und Co. dürfte – wie in den Jahren zuvor – auch wieder zweistellig sein, schätzen Experten. 2017 betrug der Online-Umsatz mit Gebrauchsgütern 3,8 Milliarden Euro. Einen eigenen Online-Shop plant Henkel allerdings nicht, heißt es vom Unternehmen.

Über den Autor

Markus Gärtner Experte für Local Commerce

Markus ist 2018 zum OHN-Team dazugestoßen und berichtet unter anderem über aufstrebende StartUps im E-Commerce. Zuvor hat er beim Branchendienst Location Insider die digitalen Ideen des stationären Handels beleuchtet und für mobilbranche.de den Online-Handel via Smartphone und Apps ins Auge gefasst. Die Digitalisierung der Medienbranche konnte er in seiner Zeit bei dem Branchendienst turi2 beobachten.

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