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Neues Video-Format auf YouTube

Ikea macht Mitarbeiter zu Influencern

Veröffentlicht: 07.03.2019 | Autor: Markus Gärtner | Letzte Aktualisierung: 07.03.2019
links Michael Haas und rechts Konrad Pichlmeier von Ikea

Unternehmen brauchen nicht nur im Marketing ein oder mehrere Gesichter, um menschlich, nahbar und sympathisch zu erscheinen. Ikea setzt laut Unternehmensblog dabei jetzt auf drei eigene Mitarbeiter und startet auf YouTube eine neue Video-Reihe, in der die Angestellten Tipps zu Inneneinrichtung, Wohnen und Co. geben. In der ersten Folge beraten die beiden Interior Designer Konrad Pichlmeier und Michael Haas zur Frage nach dem richtigen Wohnzimmerteppich. Auch Sandra Schwertfeger ist mit im Team.

Sechs Videos „Tipps und Tricks“ gedreht

Sechs Folgen wurden zunächst in den verschiedenen Abteilungen der Ikea-Filiale in Wallau während der normalen Öffnungszeiten gedreht. Jede Woche soll jeweils dienstags auf YouTube ein neues Video der Rubrik „Ikea Tipps & Tricks“ kommen. „YouTube ist das ideale Medium, um unsere Einrichtungskompetenz direkt mit den Ikea-Kunden und Liebhabern zu teilen. Um unserer Leidenschaft für modernes Wohnen, Design und Einrichtung ein authentisches Gesicht zu verleihen, setzen wir bei unserem Youtube-Format auf unsere eigenen Mitarbeiter“, erklärt die Verantwortliche Annette Wolfstein. Produziert wird das Format von der Online-Video-Agentur Brandboost by Divimove und Sapient Razorfish.

Die erste Folge bei YouTube kommt nach einem Tag auf rund 2500 Aufrufe und erhält von den Zuschauern überwiegend positives Feedback. Roman Lunar von Brandboost erläutert das Ziel des Projekts: „Youtube ist nicht nur Unterhaltungsplattform, sondern auch Inspirationsquelle und Problemlöser bei alltäglichen Herausforderungen in den eigenen vier Wänden. Für eine Marke wie Ikea bietet dieses Nutzerverhalten ein großartiges Potenzial, um neue Kundengruppen zu erreichen und eigene Communities aufzubauen. Entscheidend sind dabei knackige Inhalte, die echten Mehrwert schaffen sowie zum Markenkern und dem Interesse der Zielgruppe passen.“

Auch Otto und Amazon setzen auf Corporate Influencer

Auch andere Unternehmen setzen immer mehr auf sogenannte Corporate Influencer, die der Firma ein Gesicht geben und das Unternehmen in das richtige Licht rücken sollen. Otto hat schon 2017 sogar ein eigenes Ausbildungsprogramm gestartet. Sogenannte „Jobbotschafter“ sollen unter anderem auf Messen und Events interessierte Bewerber beraten. Amazon lässt seit vergangenem Jahr „Amazon FC Botschafter“ twittern. Daran gab es allerdings Kritik: Denn die vier Mitarbeiter setzen keine eigenen Tweets ab, sondern schalten sich nur in unliebsame Diskussionen ein und versuchen, das Bild des Online-Unternehmens geradezurücken.

Über den Autor

Markus Gärtner Experte für Local Commerce

Markus ist 2018 zum OHN-Team dazugestoßen und berichtet unter anderem über aufstrebende StartUps im E-Commerce. Zuvor hat er beim Branchendienst Location Insider die digitalen Ideen des stationären Handels beleuchtet und für mobilbranche.de den Online-Handel via Smartphone und Apps ins Auge gefasst. Die Digitalisierung der Medienbranche konnte er in seiner Zeit bei dem Branchendienst turi2 beobachten.

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