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Kündigungswelle und Umstrukturierung

Ceconomy streicht Hunderte Stellen und stellt Retail Media Group ein

Veröffentlicht: 30.04.2019 | Autor: Corinna Flemming | Letzte Aktualisierung: 30.04.2019 | Gelesen: 746 mal
Puzzleteile

Die MediaMarktSaturn-Mutter Ceconomy scheint die Kurve nicht zu kriegen. Die Ende 2016 vollzogene Aufspaltung der Metro Group in die Metro AG und Ceconomy konnte nicht den erwarteten Aufschwung bringen, jetzt wird der Elektronikhändler eine Umstrukturierung vollziehen. Zu dem radialen Sparprogramm gehört unter anderem der Wegfall von Hunderten Stellen, genauer eine „mittlere dreistellige Zahl”. Zusätzlich wird der Digitalvermarkter und das Tochterunternehmen von Ceconomy, die Retail Media Group (RMG), beerdigt. Erst im März wurde bekannt, dass es auch bei MediaMarktSaturn zu einem gewaltigen Stellenabbau kommen soll. Die Rede war damals von einer Entlassung von 700 Beschäftigten. 

Führungsetage wird ausgedünnt

Wie das Unternehmen laut der Internetworld mittelte, werde man im Zuge des Sparprogramms auch das Management verkleinern. Ab dem 01. Juni wird die Spitze nur noch aus zwei Vorständen bestehen: Jörn Werner als CEO und Karin Sonnenmoser in der Rolle des CFO. Dieter Haag Molkenteller, bisher im Vorstand für Recht, Compliance und Risikomanagement verantwortlich, werde das Gremium zum 31. Mai verlassen. Auch Peter Küpfer wird den Aussichtsrat zum 30. April auf eigenen Wunsch hin verlassen, Nachfolger wird Christoph Vilanek, Chef der Freenet AG.

Vergangenes Jahr mussten mit Konzernchef Pieter Haas und Finanzvorstand Mark Frese bereits zwei Manager das Unternehmen verlassen, die gezahlten Abfindungen ließen die Gewinne von Ceconomy daraufhin deutlich einbrechen (wir berichteten).

Einsparungen von rund 130 Millionen Euro

Das „Kosten- und Effizienzprogramm”, wie es von der MediaMarktSaturn-Mutter bezeichnet wird, soll vor allem „Grundlagen für profitables Wachstum” schaffen. Jährlich erwartet das Unternehmen Einsparungen von 110 Millionen bis 130 Millionen Euro. Bereits ab dem Geschäftsjahr 2019/20 sollen diese Angaben wirksam werden, wie es bei der Internetworld weiter heißt. Allerdings rechne man aktuell auch mit Aufwendungen von insgesamt rund 150 bis 170 Millionen Euro und zusätzlichen Wertminderungen von Vermögenswerten in Höhe von 20 Millionen Euro. Dennoch soll die Prognose für das Geschäftsjahr 2018/19 eingehalten werden.

Über den Autor

Corinna Flemming Experte für Internationales

Nach verschiedenen Stationen im Redaktionsumfeld wurde schließlich das Thema E-Commerce im Mai 2017 zum Job von Corinna. Seit sie Mitglied bei den OnlinehändlerNews ist, kann sie ihre Liebe zur englischen Sprache jeden Tag in ihre Arbeit einbringen und hat sich dementsprechend auf den Bereich Internationales spezialisiert.

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