Teilen Teilen Kommentare Drucken
Der frühe Vogel

About You investiert in Werbespezialisten

Veröffentlicht: 08.05.2019 | Autor: Hanna Behn | Letzte Aktualisierung: 08.05.2019
About-You und Adference-Chefs v.li. Stefan-Kleine-Stegemann_Christian-Borck, Dr.-Florian-Nottorf, Tarek-Müller

About You setzt verstärkt auf die eigene Vermarktung: Der Modehändler aus der Otto Group kaufte das Adtech-Unternehmen Adference. Die Firma bietet Technologie, um automatisiert Werbekampagnen etwa für Google oder Amazon zu erstellen und dabei Gebote für Millionen von Keywords und Produkte zu setzen, heißt es in der Unternehmensmitteilung.

About You kooperierte bereits länger erfolgreich mit dem Unternehmen aus Lüneburg. „Durch die erfolgreiche Zusammenarbeit der letzten zwei Jahre sind wir von der Performance der Adference Tools überzeugt. Trotz unserer wiederholten Markt-Screenings konnten sich die Adference Tools und Algorithmen immer wieder als die beste AdTech-Lösung durchsetzen”, so Tarek Müller, About-You-Mitgründer und Co-Geschäftsführer. Der Modehändler will weiter in das neue Tochterunternehmen investieren, gleichsam will Adference weiterhin auch das eigene Drittkundengeschäft weiterentwickeln.

Westwing-Aktie bricht ein

Das Portal für Home & Living Westwing schrieb im ersten Quartal rote Zahlen, meldet finanzen.at. Noch im vergangen Jahr lag das Unternehmen erstmals in der Gewinnzone. Der Rocket-Internet-Sprössling hatte im operativen Ergebnis ein Minus von vier Millionen Euro zu verzeichnen, der Umsatz sank von rund 62 auf 61 Millionen Euro. Ursache sei u. a. eine schwache Entwicklung im internationalen Geschäft, insbesondere in Italien. Gleichsam floss Geld in die Inbetriebnahme eines Lagers in Polen, das Sortiment in Spanien wurde erweitert und das Marketing-Team aufgestockt. Für den Aktienkurs von Westwing bedeutete dies am Dienstag ein Minus um 19,67 Prozent, er stürzte auf 9,80 Euro pro Aktie ab. Der Gründer und CEO von Westwing, Stefan Smalla, bleibe aber zuversichtlich: „Für das zweite Halbjahr 2019 erwarten wir mit einer starken Pipeline von Initiativen eine Beschleunigung des Wachstums und eine Verbesserung der Profitabilität“, sagte er.

Springer muss wegen Digitalisierungsmaßnahmen Verluste hinnehmen

Auch bei Springer gab es ein Minus im Ebitda. Wie Reuters berichtet, sank der Konzernumsatz im ersten Quartal 2019 auf 167 Millionen Euro, ein Minus von 2,5 Prozent. Organisch hatte der Medien-Riese bei Gewinn und Umsatz hingegen Anstiege zu verzeichnen, heißt es vom Unternehmen. Ursache sind Investitionen in digitale Angebote. „Axel Springer wächst mit digitalen Rubrikenangeboten und mit digitalem Journalismus deutlich“, so Springer-Chef Mathias Döpfner. Springer wolle in zweistelliger Millionenhöhe in Marketing, Technik und Produkte sowie weiterhin in den Ausbau der digitalen Maßnahmen im Journalismus investieren –  ebenso im Bereich der Job-, Immobilien- und Autoportale. Aktuell wäre das digitale Geschäftsfeld zu 74 Prozent am Umsatzes bzw. zu 87 Prozent am Gewinn des Unternehmens beteiligt.

Über den Autor

Hanna Behn Experte für Usability

Hanna fand Anfang 2019 ins Team der OnlinehändlerNews. Sie war mehrere Jahre journalistisch im Bereich Versicherungen unterwegs, dann entdeckte sie als Redakteurin für Ratgeber- und Produkttexte die E-Commerce-Branche für sich. Als Design-Liebhaberin und Germanistin hat sie nutzerfreundlich gestaltete Online-Shops mit gutem Content besonders gern.

Sie haben Fragen oder Anregungen?

Kontaktieren Sie Hanna Behn

Schreiben Sie einen Kommentar

Newsletter
Abonnieren
Bleibe stets informiert mit unserem Newsletter.

Meistgelesene Artikel