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Kritik von Angestellten in Berlin

Zalando kämpft mit Rattenplage und Stromschlaggefahr

Veröffentlicht: 15.07.2019 | Autor: Markus Gärtner | Letzte Aktualisierung: 15.07.2019
Ratten

Erst Ende Juni hat Online-Händler Zalando in Berlin seine neue Zentrale eröffnet: Der Zalando-Campus in Friedrichshain bietet unter anderem eine Dachterrasse inklusive Basketballplatz. Weniger wohnlich sollen hingegen die Zustände beim Tochterunternehmen Zalando Studios am historischen Postbahnhof in Berlin sein. Bei Business Insider berichten Mitarbeiter anonym über Probleme mit Ratten, Gefahr durch Stromschläge und nicht nutzbare Fluchtwege. Zalando wiegelt die Vorwürfe ab.

Kammerjäger geht gegen Ratten bei Zalando vor

Bei Zalando Studios kümmern sich rund 300 Angestellte darum, Artikel für den Online-Shop aufzuarbeiten. Der Standort am historische Postbahnhof in Berlin scheint aber nicht immer die besten Bedingungen zu bieten. Bei einem Regenguss sei Wasser ins Innere des Gebäudes gelaufen, Zalando-Mitarbeiter hätten große Tonnen aufstellen müssen, um das Wasser aufzufangen. „Mit der Wassermenge hätte man einen ganzen Pool füllen können“, sagt einer der Mitarbeiter.

Drei Tage nach dem Vorfall hätten Angestellte Rattenkot in ihren Arbeitsbereichen gefunden. Das Unternehmen selbst warnt vor den Ratten und weist laut einem Schild darauf hin, Teller und Besteck in einer anderen Küche zu waschen. Die Rattenplage soll aber schon seit drei Jahren bestehen, sagen Mitarbeiter. Zalando ist seit 2014 in dem Gebäude. Der Online-Modehändler verweist in einem Statement auf aktuelle Umbaumaßnahmen am Postbahnhof, durch derartige Baustellen könnten Ratten auftauchen. Die Bauarbeiten werden aber noch bis zum Sommer 2020 dauern, heißt es bei Business Insider. Zalando habe außerdem einen Kammerjäger beauftragt.

So kommt es zu den Stromschlägen

Doch das scheint nicht das einzige Problem zu sein: Die anonymen Mitarbeiter klagen darüber, am Arbeitsplatz Stromschläge erhalten zu haben, weil der Boden Strom leite, und man – etwa im Fotostudio – viel mit metallischen Gegenständen arbeite. Auch durch die Arbeit mit sich aufladenden Stoffen wie Wolle oder Polyester sei es zu Stromschlägen gekommen. Zalando erklärt zu den Vorwürfen: „Die Böden im Postbahnhof sind nicht elektrisch leitend.“ Allerdings könne es zu kleinen Stromschlägen kommen, wenn Mitarbeiter mit Gummisohlen die Gummimatten, die teils ausliegen, elektrisierten. 

Ein weiterer Kritikpunkt sei die mangelnde Sicherheit. Laut den Aussagen seien Fluchtwege teils versperrt oder zu schmal. Außerdem stünden Bügelbretter- und eisen zu nah an Vorhängen – so bestehe erhöhte Brandgefahr. Laut Zalando überprüfe aber eine Sicherheitsfirma den Zugang zu den Fluchtwegen mehrfach am Tag. Außerdem würden alle Brandschutzvorschriften im Alten Postbahnhof eingehalten werden. 

Über den Autor

Markus Gärtner Experte für Local Commerce

Markus ist 2018 zum OHN-Team dazugestoßen und berichtet unter anderem über aufstrebende StartUps im E-Commerce. Zuvor hat er beim Branchendienst Location Insider die digitalen Ideen des stationären Handels beleuchtet und für mobilbranche.de den Online-Handel via Smartphone und Apps ins Auge gefasst. Die Digitalisierung der Medienbranche konnte er in seiner Zeit bei dem Branchendienst turi2 beobachten.

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Kommentare  

#1 luxx 2019-07-16 12:18
Die armen Zalando Mitarbeiter bekommen elektrische Schläge: Willkommen im Leben.
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