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Kooperation mit Supermarktketten

Uber könnte bald auch Lebensmittel liefern

Veröffentlicht: 31.07.2019 | Autor: Tina Plewinski | Letzte Aktualisierung: 31.07.2019
Lebensmittel in einer Einkaufstüte

Über die Jahre hinweg hat Uber sein eigenes Portfolio immer weiter ausgebaut. In verschiedenen Märkten ist der Fahrdienstleister mit gewöhnlichen Taxis- oder auch luxuriöseren Chauffeurdiensten unterwegs. Daneben liefert das Unternehmen via „Uber Eats“ beispielsweise auch Fast Food an die Endkunden oder vermittelt Frachten in der Logistikbranche. 

Nun scheint Uber allerdings neue Ambitionen zu hegen. Wie t3n mit Verweis auf Bloomberg berichtet, hat Uber Technologies nun bekannt gegeben, dass man mit europäischen Supermarktketten in Gesprächen sei. Ziel ist es dabei, Haushalte mit Lebensmitteln zu beliefern. Mit diesem Vorhaben verstärkt der Fahrdienstleister nicht nur seine direkte Konkurrenz mit herkömmlichen Lieferservices wie Deliveroo, sondern unter anderem auch mit Amazon.

Gerüchte um Gespräche mit Sainsbury in Großbritannien

„Wir sprechen derzeit mit einer Reihe von großen Supermärkten in Europa“, kommentierte ein Uber-Sprecher laut Bloomberg. Welche genau das sind, darüber kann aktuell nur gemutmaßt werden. Allerdings berichten mit Uber vertraute Personen, dass unter den Gesprächspartnern auch der zweitgrößte Lebensmittelhändler des Vereinigten Königreichs, J Sainsbury Plc, sei.

Sainsbury selbst gab an, dass man „mit vielen Unternehmen über mögliche Partnerschaften“ spreche, „die unseren Kunden den Zugang zu praktischen und erschwinglichen Produkten erleichtern könnten“. Inwieweit die vermeintlichen Gespräche schon vorangeschritten sind, ist nicht bekannt.

Neuer Schwung für deutschen Lebensmittelmarkt?

In Deutschland sind Lebensmittellieferungen noch längst nicht an der Tagesordnung. Ein Blick auf eine aktuelle Statista-Grafik zeigt, dass der Marktanteil des Online-Handels am Umsatz mit Lebensmitteln in Deutschland noch immer verschwindend gering ist.

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Allerdings ist das Potenzial enorm. Einige Prognosen gehen davon aus, dass allein die Lieferdienste Amazon Fresh und Prime Now in den kommenden Jahren deutlichen Rückenwind erhalten und ihre Umsätze entsprechend massiv steigern können.

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T3n geht zwar davon aus, dass die „Lebensmittelzustellung nur eine Art Nebengeschäft“ für Uber bleiben wird, doch wenn es tatsächlich so kommen sollte und sich deutsche Kunden ihre Einkäufe bald mit Uber bringen lassen können, dürfte dies den hiesigen E-Food-Markt weiter befeuern.

Über den Autor

Tina Plewinski Experte für Amazon

Bereits Anfang 2013 verschlug es Tina eher zufällig in die Redaktion von OnlinehändlerNews und damit auch in die Welt des Online-Handels. Ein besonderes Faible hat sie nicht nur für Kaffee und Literatur, sondern auch für Amazon – egal ob neue Services, spannende Technologien oder kuriose Patente: Alles, was mit dem US-Riesen zu tun hat, lässt ihr Herz höherschlagen. Nicht umsonst zeigt sie sich als Redakteurin vom Dienst für den Amazon Watchblog verantwortlich.

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