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Steuerfreie Sachbezüge für Arbeitnehmer

Arbeitgeber können weiterhin Guthabenkarten ausgeben

Veröffentlicht: 07.08.2019 | Autor: Patrick Schwalger | Letzte Aktualisierung: 08.08.2019
Viele Guthabenkarten

Knapp sechs Millionen Arbeitnehmer profitieren in Deutschland davon, dass ihre Arbeitgeber ihnen Guthabenkarten aushändigen, die einen Bonus zusätzlich zum Gehalt darstellen. Damit können sie beispielsweise bei bestimmten Supermärkten oder Online-Shops bezahlen. Arbeitgeber können bis zu 44 Euro im Monat als steuerfreien Bonus ausgeben. 

Mittelstandsverbände verbuchen Erfolg

Das Bundesfinanzministerium wollte diese Regelung einschränken. Zehn Mittelstandsverbände, darunter der Bundesverband mittelständische Wirtschaft und der Händlerbund e.V., protestierten dagegen und forderten Minister Olaf Scholz dazu auf, die Freigrenze von monatlich 44 Euro und die Nutzung von Guthabenkarten wie gehabt beizubehalten. Mit Erfolg: Der letztendliche Gesetzestext sieht eine Einschränkung nicht mehr vor, wie das Handelsblatt berichtet

Bis zu 528 Euro im Jahr könnten Arbeitnehmer so zusätzlich erhalten, das komme besonders „Geringverdienern zu Gute und stärkt gleichzeitig das Verhältnis von Arbeitgebern und Arbeitnehmern“, so der Verbändebrief. „In Zeiten des digitalen Wandels ist das Angebot der Prepaidkarten weit verbreitet, flexibel und vor allem unbürokratisch“, heißt es weiter. Auch für Online-Händler bedeutet die Abwendung einer Gesetzesänderung, dass sie so ihren Mitarbeitenden ein zusätzliches Gehaltsplus anbieten können und selbst Bürokratie abbauen können. 

Über den Autor

Patrick Schwalger Experte für EU- und Bundespolitik

Patrick ist seit Mitte 2019 im OHN-Team und hat die wirtschaftspolitischen Entwicklungen rund um den E-Commerce fest im Blick. Auf seinen bisherigen Stationen in Köln, Maastricht und Brüssel war er in die politische Arbeit eines Bundesministeriums, zweier NGOs und innerhalb der EU involviert. Jetzt konzentriert er sich in unserem Leipziger Büro voll auf die Aufbereitung politischer Trends und Zusammenhänge.   

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Kommentare  

#2 die Redaktion 2019-08-08 11:45
Hallo Herr Vogt,

vielen Dank für Ihr aufmerksames Auge.
Der Fehler wurde korrigiert.

Viele Grüße
die Redaktion
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#1 Eberhard Vogt 2019-08-08 10:08
Lieber Herr Schwalger,

kleine Korrektur: nicht das Bundeswirtschaf ts- sondern das Bundesfinanzmin isterium wollte die Regelung einschränken.

Viele Grüße
Eberhard Vogt
BVMW Pressesprecher
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