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Quartalszahlen

Hellofresh ist profitabel, Westwing schreibt Verluste, Xing steigert Gewinn

Veröffentlicht: 14.08.2019 | Autor: Tina Plewinski | Letzte Aktualisierung: 14.08.2019
Geld und Zahlen in einer Statistik

HelloFresh hat Grund zum Feiern: Der Kochboxenversender hat seine aktuellen Zahlen vorgelegt und konnte zum ersten Mal seit Unternehmensgründung – das heißt seit 2011 – ein Quartal mit einem operativen Gewinn verzeichnen. Im zweiten Quartal 2019 verbuchte HelloFresh einen bereinigten Vorsteuergewinn (Ebitda) in Höhe von 18,3 Millionen Euro erzielt. Zum Vergleich: Im selben Quartal des letzten Jahres lag das Ebitda noch bei einem satten Minus von 3,9 Millionen Euro. Und auch beim Umsatz sieht es gut aus: Dieser konnte um 37 Prozent auf insgesamt 437 Millionen Euro gesteigert werden.

„Wegen des starken ersten Halbjahrs verengen wir unsere bisherige Prognose auf den oberen Bereich“, zitiert das Handelsblatt Dominik Richter, Chef von HelloFresh. Für das Gesamtjahr 2019 wird nun ein währungsbereinigtes Umsatzplus von 28 bis 30 Prozent erwartet. Und auch die Analysten zeigen sich erfreut: Die US-amerikanische Bank JP Morgan beschrieb Hellofresh jüngst „auf einem guten Weg zu einem tragfähigen Geschäftsmodell“, schreibt das Portal weiter.

Westwing kämpft mit Umsatzrückgang

Beim Online-Möbelhändler Westwing lief das zweite Quartal nicht wie geplant: Nicht nur die Umsätze sind zurückgegangen; das Unternehmen rutschte außerdem zurück in die operative Verlustzone: Die Erlöse sanken mit Blick auf das Vorjahr um 1 Prozent auf 58 Millionen Euro. Grund für diese Negativentwicklung sei vor allem das schwache Italien-Geschäft sowie Probleme bei der Neukundengewinnung durch Werbung. Das Ebitda fiel im zweiten Quartal 2019 auf einen Wert von minus 5 Millionen Euro – im Vorjahr konnte hier noch ein operativer Gewinn verzeichnet werden.

„Das Unternehmen begründete den Verlust unter anderem mit den Auswirkungen eines verzögerten, aber mittlerweile abgeschlossenen Lagerumzugs, der zu Einmalkosten und Ineffizienzen in der Logistik geführt habe“, schreibt das Manager Magazin. Für den weiteren Jahresverlauf zeigt sich Westwing allerdings positiv gestimmt: Bis Ende 2019 will das Unternehmen wieder profitabel wachsen.

Xing kann Gewinn deutlich steigern

Auch das Business-Netzwerk Xing hat seine Bilanzen vorgelegt – und die dürften das Unternehmen durchaus zufriedenstellen. Während das Ebitda in den ersten sechs Monaten des Vorjahres noch bei 33,4 Millionen Euro lag, konnte es in diesem Jahr bislang um satte 19 Prozent auf 39,7 Millionen Euro gesteigert werden. Noch besser sieht es beim Gewinn aus: Dieser stieg im ersten Halbjahr um 22 Prozent auf insgesamt 18,7 Millionen Euro. Basis dieser positiven Entwicklung ist unter anderem ein deutlicher Umsatzanstieg um 18 Prozent  auf 128,2 Millionen Euro. Den Löwenanteil am Umsatz verbuchte dabei der Bereich „B2B E-Recruiting“.

Auch bei der Zahl der Nutzer konnte Xing deutlich zulegen. Im ersten Halbjahr 2019 wuchs die Zahl der Mitglieder des Business-Netzwerks um mehr als eine Million. „Wir konnten auch im ersten Halbjahr dieses Jahres unseren Wachstumskurs weiter fortsetzen. Wir haben mit der Übernahme von Honeypot die Weichen für künftiges Wachstum gestellt. Und machen durch die Umfirmierung zur New Work SE weithin sichtbar, dass es uns bei allen Aktivitäten darum geht, dass unsere Mitglieder und User das tun können, was sie tun wollen und was zu ihrem Leben passt“, zitiert die Absatzwirtschaft Xing-CEO Thomas Vollmoeller.

Über den Autor

Tina Plewinski Experte für Amazon

Bereits Anfang 2013 verschlug es Tina eher zufällig in die Redaktion von OnlinehändlerNews und damit auch in die Welt des Online-Handels. Ein besonderes Faible hat sie nicht nur für Kaffee und Literatur, sondern auch für Amazon – egal ob neue Services, spannende Technologien oder kuriose Patente: Alles, was mit dem US-Riesen zu tun hat, lässt ihr Herz höherschlagen. Nicht umsonst zeigt sie sich als Redakteurin vom Dienst für den Amazon Watchblog verantwortlich.

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