Teilen Teilen Kommentare Drucken
Zircle-Shop im Alexa Center Berlin

Zalando testet stationären Verkauf von Second-Hand-Mode

Veröffentlicht: 23.08.2019 | Autor: Markus Gärtner | Letzte Aktualisierung: 23.08.2019
Zalando Logo

Nachhaltigkeit und Umweltschutz wird für alle Unternehmen wichtiger. Viele Kunden – sowohl online als auch stationär – beziehen solche Aspekte in ihre Kaufentscheidung mit ein. Der Mode-Händler Zalando testet in Berlin jetzt in einem Pilotprojekt den stationären Verkauf von gebrauchter Mode, wie eine Sprecherin OnlinehändlerNews bestätigt. Im Alexa Shopping Center in Berlin finden Kunden im Zircle-Store Second-Hand-Mode für Frauen. Der Laden hat seit dem 18. Mai 2019 geöffnet.

So viel kostet die Second-Hand-Mode bei Zircle

Zircle bietet unter anderem Röcke, Shirts und Blusen für drei Euro; Sweats, Blazer und Hosen für fünf Euro und Kleider, Jacken, Schuhe und Taschen für sieben Euro. Die Mode stammt aus dem Verkauf über die Zalando-App Wardrobe. Dort kauft Zalando für das Pilotprojekt die gebrauchte Ware seiner Nutzer. Ansonsten können die App-Nutzer dort ihre ausrangierte Mode auch an andere Mitglieder der Community verkaufen. 

„Mit Zircle testen wir zunächst für einige Monate den Verkauf von SecondHand-Mode im stationären Handel und wollen unter anderem herausfinden, ob wir darüber neue Kundinnen erreichen. Unser Fokus ist und bleibt online sowie die Vernetzung von online und offline. Mit den bei Zircle gewonnenen Erkenntnissen wollen wir perspektivisch das Einkaufs- und Verkaufserlebnis unserer Kundinnen weiter verbessern“, erklärt eine Zalando-Sprecherin auf Anfrage von OnlinehändlerNews.

Zalando arbeitet an Nachhaltigkeit

„In unserem Zircle Store schenken wir Kleidung eine Zukunft. (...) Gemeinsam mit dir schließen wir den Fashion Kreislauf“, lautet das Credo des Ladens, das sich auch im Logo und im Namen wiederspiegeln soll. Zircle steht dabei für „Zalando“ und „Circular“. Zalando treibt das Thema Nachhaltigkeit auch in anderen Bereichen weiter voran: Unter anderem will das Unternehmen den Verpackungsmüll verringern und arbeitet daher an wiederverwertbaren Kartons und Versandtaschen. Dieses Pilotprojekt soll demnächst in mehreren Ländern starten. Außerdem will Zalando auch den Gebrauch von Plastik weiter zurückfahren – hier forscht die Berliner Firma an Alternativen aus Papier statt Polybeutel.

Auch die Konkurrenz wird grüner und widmet dem Thema nachhaltiges Wirtschaften mehr Augenmerk: H&M will in Schweden bald Second-Hand-Mode verkaufen – allerdings online. Das Unternehmen ist dafür an der Plattform Sellpy beteiligt.

Über den Autor

Markus Gärtner Experte für Local Commerce

Markus ist 2018 zum OHN-Team dazugestoßen und berichtet unter anderem über aufstrebende StartUps im E-Commerce. Zuvor hat er beim Branchendienst Location Insider die digitalen Ideen des stationären Handels beleuchtet und für mobilbranche.de den Online-Handel via Smartphone und Apps ins Auge gefasst. Die Digitalisierung der Medienbranche konnte er in seiner Zeit bei dem Branchendienst turi2 beobachten.

Sie haben Fragen oder Anregungen?

Kontaktieren Sie Markus Gärtner

Schreiben Sie einen Kommentar

Newsletter
Abonnieren
Bleibe stets informiert mit unserem Newsletter.