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Rückstau von etwa 4.500 Bestellungen

Systemumstellung sorgt bei Notebooksbilliger für Probleme

Veröffentlicht: 08.11.2019 | Autor: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 08.11.2019
Notebooksbilliger-Geschäft

Kunden von Notebooksbilliger müssen sich derzeit offenbar ein wenig gedulden, bevor sie ihre Bestellung in den Händen halten können: Das Unternehmen begann am 25. Oktober mit einer Umstellung seines Warenwirtschaftssystems auf Navision. Nachdem zunächst alles reibungslos verlaufen sei, habe das Unternehmen einige Tage später festgestellt, dass es offenbar zu Problemen bei der Zuordnung der Vorkassebestellungen gekommen ist, wie Arnd von Wedemeyer, Mitgründer und Vorstand der Notebooksbilliger AG, laut Heise Online erklärte. 

Folgen der Umstellung „eindeutig unterschätzt“

Zudem habe das neue System bei versendeter Ware keine Versandbenachrichtigungen mehr an die Kunden geschickt. Dadurch sei es zur Überlastung des Callcenters gekommen, da sich die Kundenanfragen gehäuft haben. Wie von Wedemeyer erklärt, habe Notebooksbilliger die Folgen der Systemumstellung „eindeutig unterschätzt und sicherlich auch falsch reagiert“, heißt es bei Heise. Das Unternehmen habe beispielsweise zunächst darauf verzichtet, Energie in Foren und Social-Media-Kanäle zu stecken. Stattdessen seien vorhandene Ressourcen ins Callcenter gesteckt worden, um möglichst viele Kundenanfragen zu beantworten. 

Diesem Ansturm sei das Unternehmen aber letztendlich nicht gerecht geworden. Aktuell gäbe es einen Rückstau von rund 4.500 Bestellungen, so von Wedemeyer. Diese Bestellungen arbeite Notebooksbilliger nun zügig ab. Die Systemumstellung sorgte aber auch für ein weiteres Problem, das Notebooksbilliger offenbar unerwartet getroffen hat: Im Online-Shop seien plötzlich wieder Artikel angezeigt worden, die gar nicht mehr lieferbar seien, sogenannte End-of-Life-Produkte. Kunden, die diese Produkte bestellt haben, werde Notebooksbilliger nun per E-Mail informieren. 

Notebooksbilliger will offene Bestellung bald abgearbeitet haben

Im Netz war es Heise Online zufolge zwischenzeitlich zu Spekulationen gekommen, dass das Unternehmen möglicherweise vor der Insolvenz stehen könnte. Diese Gerüchte wurden vor allem dadurch genährt, dass es auch bei Rücksendungen zu Ungereimtheiten gekommen war: Das Rücksende-Center von Notebooksbilliger erwarte eine ausschließlich aus Zahlen bestehende Rechnungsnummer, obwohl sich die vom neuen Warenwirtschaftssystem vergebenen Nummern aus Ziffern und Buchstaben zusammensetzen. Gerüchte um eine Insolvenz oder gar eine mögliche Übernahme, über die ebenfalls spekuliert worden sei, wies Arnd von Wedemeyer vehement zurück. Notebooksbilliger gehe es bestens und es gäbe keine Verkaufs- oder Übernahmepläne. 

Obwohl die Systemumstellung für Probleme gesorgt hat, sei sie notwendig und für das Unternehmen wichtig gewesen, bekräfitgt von Wedemeyer. Er erwarte, dass die offenen Bestellungen in den nächsten Tagen vollständig abgearbeitet werden können.

Über den Autor

Michael Pohlgeers Experte für Marktplätze

Micha gehört zu den „alten Hasen“ in der Redaktion und ist seit 2013 Teil der E-Commerce-Welt. Als stellvertretender Chefredakteur hat er die Themenauswahl mit auf dem Tisch, schreibt aber auch selbst mit Vorliebe zu zahlreichen neuen Entwicklungen in der Branche. Zudem gehört er zu den Stammgästen in den Multimedia-Formaten OnAir und OnScreen.

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