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„Beste Chance auf eine nachhaltige Perspektive“

SportScheck wird an Galeria Karstadt Kaufhof verkauft

Veröffentlicht: 11.12.2019 | Autor: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 11.12.2019
SportScheck-Filiale

Schon seit Jahren kämpft SportScheck mit roten Zahlen. Nun hat die Otto Group, zu der der Sportartikel-Anbieter seit 1991 gehört, angekündigt, die Konzerngesellschaft an Galeria Karstadt Kaufhof veräußern zu wollen. Nach dem erfolgten Verkauf soll die SportScheck GmbH in das Omnichannel-Angebot von Galeria Karstadt Kaufhof integriert werden, womit „einer der größten Player im Sportartikelhandel“ entstehen würde, wie die Otto Group verkündet. Beide Parteien haben einen entsprechenden Vertrag bereits unterzeichnet.

Keine weitere Investition von der Otto Group

Mit dem Verkauf gebe die Otto Group nach eigenen Angaben SportScheck „unter Abwägung aller Optionen die beste Chance auf eine nachhaltige Perspektive“. Dem Sportartikel-Anbieter fehle bisweilen trotz einer erfolgversprechenden strategischen Ausrichtung die nötige Schlagkraft und Größe, um sich gegen die Konkurrenz von Online- und Discount-Anbietern durchsetzen zu können. SportScheck betreibt derzeit 17 Filialen in Deutschland.

Wie die Otto Group betont, widerspräche ein weiteres Investment in den Sportartikel-Händler der vor zweieinhalb Jahren definierten und fokussierten eigenen Wachstumsstrategie. Die Otto Group hatte damals festgelegt, gezielt in marktrelevante Geschäftsmodelle und Konzerngesellschaften, die ein hohes Wachstum und besonders gute Performance erreichen können, investieren zu wollen. „Zu diesen Unternehmen zählt SportScheck in der bisherigen Ausrichtung bekanntlich nicht“, heißt es.

„Alle möglichen Optionen geprüft“

„Es wären sehr hohe Investitionen nötig gewesen, um in der bisherigen Konstellation die grundsätzlichen Voraussetzungen für eine Rückkehr in die Gewinnzone zu schaffen – ohne eine Gewähr dafür zu haben, dass dies angesichts des äußerst schwierigen Marktumfeldes auch wirklich gelingt“, erklärt Sebastian Klauke, Mitglied des Konzern-Vorstands und Aufsichtsratsvorsitzender SportScheck. „Wir haben in den vergangenen Monaten sehr intensiv alle möglichen Optionen unter wirtschaftlichen und sozialen Aspekten geprüft.“ Die Integration von SportScheck in Galeria Karstadt Kaufhof eröffne dem Unternehmen „eine weitaus verlässlichere Zukunftsperspektive“, so Klauke weiter. 

Alle möglichen Optionen geprüft“

„Es wären sehr hohe Investitionen nötig gewesen, um in der bisherigen Konstellation die grundsätzlichen Voraussetzungen für eine Rückkehr in die Gewinnzone zu schaffen – ohne eine Gewähr dafür zu haben, dass dies angesichts des äußerst schwierigen Marktumfeldes auch wirklich gelingt“, erklärt Sebastian Klauke, Mitglied des Konzern-Vorstands und Aufsichtsratsvorsitzender SportScheck. „Wir haben in den vergangenen Monaten sehr intensiv alle möglichen Optionen unter wirtschaftlichen und sozialen Aspekten geprüft.“ Die Integration von SportScheck in Galeria Karstadt Kaufhof eröffne dem Unternehmen „eine weitaus verlässlichere Zukunftsperspektive“, so Klauke weiter. 

Ganz vom Sportartikel-Markt verschwindet die Otto Group mit dem Verkauf aber nicht: Der Konzern will sich über seine Marken Otto und About You in Zukunft weiter auf den Sportartikel-Handel konzentrieren. Der Verkauf von SportScheck an Galeria Karstadt Kaufhof muss noch von den zuständigen Gremien und dem Bundeskartellamt abgesegnet werden.

Über den Autor

Michael Pohlgeers Experte für Marktplätze

Micha gehört zu den „alten Hasen“ in der Redaktion und ist seit 2013 Teil der E-Commerce-Welt. Als stellvertretender Chefredakteur hat er die Themenauswahl mit auf dem Tisch, schreibt aber auch selbst mit Vorliebe zu zahlreichen neuen Entwicklungen in der Branche. Zudem gehört er zu den Stammgästen in den Multimedia-Formaten OnAir und OnScreen.

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