Teilen Teilen Kommentare Drucken
Kurzmeldung

MediaMarktSaturn bastelt an Strategie im Kampf gegen Amazon und Co.

Veröffentlicht: 13.02.2020 | Autor: Corinna Flemming | Letzte Aktualisierung: 13.02.2020
Saturn Filiale

Mit dem eingeläuteten Sparprogramm konnte Ceconomy, Mutterkonzern von MediaMarkt und Saturn, im abgelaufenen Weihnachtsgeschäft erste Erfolge erzielen und den Gewinn steigern. Nach wie vor macht den beiden Elektronikketten allerdings die starke Online-Konkurrenz zu schaffen. Auf der Hauptversammlung von Ceconomy in Düsseldorf wurde nun eine neue Strategie angekündigt, mit der sich das Unternehmen künftig erfolgreich gegen Amazon, Ebay und Co. behaupten will.

Mehr als nur „Abholmärkte“

Wie die Welt schreibt, will der aktuelle Vorstandschef Bernhard Düttmann am 26. März diesen Jahres „einen Befreiungsschlag wagen“ und eine neue Strategie für das Unternehmen vorstellen. Damit will der Konzern „langfristig tragfähig im Wettbewerb gegen starke Rivalen wie Amazon oder Ebay sein“, so der Bericht der Welt weiter. Schaffen will Düttmann dies mit der Abkehr vom Konzept, nur als reine „Abholmärkte“ für elektronische Produkte zu gelten. Vielmehr soll in Zukunft der Aspekt der Beratung hinzukommen. Außerdem soll die Verknüpfung mit dem Online-Geschäft weiter forciert werden. 

Insgesamt blickt die Konzernspitze auf der Versammlung optimistisch in die Zukunft. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten erste Stabilisierungserfolge erzielt werden, das bereinigte Ebit stieg um vier Millionen Euro auf 402 Millionen Euro an. Hauptgrund war allerdings der strikte Sparkurs des Unternehmens. Dennoch prognostizierte der Vorstandschef für dieses Jahr einen Anstieg des Ergebnisses auf mindestens 445 Millionen Euro.

Um das zu erreichen kündigte Ceconomy-Chef Bernhard Düttmann bereits im Dezember vergangenen Jahres eine Reduzierung der Geschäftsfläche von den aktuell etwa 1.000 Filialen an. Die Läden sollen kleiner werden, dennoch solllen diese weiterhin dort stehen, wo man „weiße Flächen auf der Landkarte“ sehe, wie der Konzernchef damals betonte.

Über den Autor

Corinna Flemming Experte für Internationales

Nach verschiedenen Stationen im Redaktionsumfeld wurde schließlich das Thema E-Commerce im Mai 2017 zum Job von Corinna. Seit sie Mitglied bei den OnlinehändlerNews ist, kann sie ihre Liebe zur englischen Sprache jeden Tag in ihre Arbeit einbringen und hat sich dementsprechend auf den Bereich Internationales spezialisiert.

Sie haben Fragen oder Anregungen?

Kontaktieren Sie Corinna Flemming

Kommentare  

#2 Stefan 2020-02-15 12:12
@Ahmet Dem kann ich nur zustimmen. Meine letzten Erfahrungen mit diesen Märkten waren unterdurchschni ttlich. In Anbetracht der Weiterentwicklu ngen der großen Online Player, gerade der Weiterentwicklu ng von Algorithmen und KI wird die Beratung im Onlinehandel bald besser sein als im Media Markt ... aktuell ist dieser schon kaum spürbar ^^. Es geht dann bald eher in Richtung soziale Aspekte als um die eigentliche Beratung.
Zitieren
#1 Ahmet 2020-02-14 08:55
"Vielmehr soll in Zukunft der Aspekt der Beratung hinzukommen."

Ach guck, und mit sowas kann man im Management ein ordentliches Gehalt als Vorstandschef beziehen. :D

Ich weiß ja nicht, ob einer von den Herrschaften es nicht bereits mitbekommen hat, aber die Erwartungshaltu ng des Kunden ist seit Jahren unverändert und eigentlich ohnehin, dass eine der noch wenigen bestehenden Gründe für die Daseinsberichti gung des Einzelhandels gerade die persönliche und anständige Beratung ist. Ich wusste gar nicht, dass diese in den letzen Jahren bereits öffentlich bekannt abgeschafft wurde und man sich nur noch als "Abholmarkt" betrachtet.
So miserabel wie die Beratung zuletzt war, hätte man es vielleicht aber auch vermuten können.
Zitieren

Schreiben Sie einen Kommentar

Newsletter
Abonnieren
Bleibe stets informiert mit unserem Newsletter.