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Shop-Helden

Inventarkreisel: Nachhaltigkeit als Kern des Geschäfts

Veröffentlicht: 30.03.2020 | Autor: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 30.03.2020
Grafik Büromöbel

Gerade für junge Unternehmen ist die Ersteinrichtung ihrer Räumlichkeiten ein nicht zu unterschätzender Faktor. Büros, Lager, Werkstätten, Schulungsräume – die Anschaffung von Mobiliar stellt hier mitunter eine große finanzielle Belastung dar. Aus dem Gedanken, an dieser Stelle Unterstützung zu bieten, ist die Inventarkreisel GmbH entstanden: „Bereits vor Gründung der Firma konnten wir Kontakt zu Partnern aufbauen, die bereits gut in der Branche aufgestellt waren“, erzählt Geschäftsführer Dirk Schneider. Zufällig habe das Unternehmen ein passendes Objekt in der näheren Umgebung gefunden und die Chance genutzt, eine vorteilhafte Lösung für sich und seine Kunden aufzubauen.

Der Inventarkreisel führt vor allem Artikel, die aus der Auflösung von Unternehmensstandorten stammen beziehungsweise von Unternehmen bei einer Neueinrichtung aussortiert werden. Der Fokus, so erklärt Dirk Schneider weiter, liege explizit „auf ökonomischer sowie ökologischer Nachhaltigkeit“. Dem Inventarkreisel sei es damit auch möglich, hochwertige Markenware zu Discounterpreisen anzubieten. „Wir sind davon überzeugt, dass hochwertiges Gebrauchtes in jedem Fall besser ist als billiges Neues“, fasst Schneider die Grundphilosophie zusammen. Trotzdem bietet der Inventarkreisel auch Neuware an – dabei achtet das Unternehmen aber darauf, dass diese aus ressorucenschonender Herstellung stamme – und zwar von Produzenten, die „einen fairen Umgang mit ihren Mitarbeitern pflegen“, wie der Geschäftsführer betont.

Kundengewinnung ohne Werbung

Inventarkreisel Gebäude

Gerade in den Anfangstagen stand das Unternehmen vor der großen Herausforderung, Kunden für sich zu gewinnen – denn ein üppiges Werbebudget stand Dirk Schneider nicht zur Verfügung, wie er sich erinnert. „Die größte Hürde war es, einen Kundenstamm aufzubauen ohne viel Geld für Werbung ausgeben zu können. Das sorgte natürlich dafür, dass wir in den Anfangsmonaten ein Darlehen benötigten, um laufende Kosten trotz noch entwicklungsfähiger Umsätze zu decken.“

Mit dem richtigen Personal und harter Arbeit seit diese Phase allerdings überwunden worden. Heute arbeiten zehn Mitarbeiter bei dem Anbieter von Büromöbeln und Lagerausstattung, der seine Produkte neben dem Ladengeschäft auch über den Online-Shop anbietet. Die Kunden haben die Möglichkeit, nicht nur die Artikel im Online-Shop zu kaufen, sondern direkt die Montage mit zu buchen. 

Das Inventarkreisel-Sortiment ändert sich stetig

Inventarkreisel Showroom

Doch das Geschäftsmodell des Inventarkreisels bringt auch seine Herausforderungen mit sich: Ein festes Sortiment gibt es nämlich quasi nicht, da die Möbel zu einem großen Teil aus Unternehmensauflösungen oder aussortiertem Inventar stammen. „Unser Warensortiment ändert sich stetig, wodruch sich auch wiederkehrende Besuche für unsere Kunden auszahlen“, heißt es auf der Website des Unternehmens.

Für Dirk Schneider wird der erste große Ankauf von Möbeln immer ein besonderes Highlight bleiben, wie er erklärt: „Das erste große Objekt selbst zu räumen oder zum ersten Mal auf einer Messe auszustellen, gehört für uns definitiv zu den Highlights.“ 

Dass man als Unternehmen nicht still stehen sollte, wird für Dirk Schneider auch durch die aktuelle Coronavirus-Pandemie deutlich. Denn im Geschäftsleben läuft nicht immer alles glatt – und manchmal eben auch durch externe Faktoren. „Spätestens seit dem Ausbruch der Covid-19-Pandemie hat das sicherlich auch jeder noch so große Konzern feststellen müssen. Deswegen lernen wir jeden Tag aufs Neue, wie unberechenbar das Leben ist“, so der Inventarkreisel-Geschäftsführer.

„Das Wichtigste ist, nie still zu stehen“

Die Agilität und Dynamik gehört für Schneider zu den wichtigsten Aspekten im Geschäft: „Das Wichtigste ist, nie still zu stehen. Man sollte immer Gas geben, das Unternehmen vorantreiben und sich täglich neu anspornen.“ Den Kunden fair zu behandeln und auffallend anders zu sein, seien wesentliche Eigenschaften.

Um sein Unternehmen noch stärker für die Zukunft  zu rüsten, will Schneider nun sein Sortiment optimal im Online-Shop abbilden und weniger abhängig von den lokalen Verkäufen im Ladengeschäft sein – auch das ist eine Lehre, die der Unternehmer aus der Coronakrise zieht. Die Aufbereitung der SEO-Daten und die Digitalisierung des ständig neuen Sortiments sind dabei die Stellschrauben, die der Inventarkreisel zunächst angehen will.

So tickt der Shop-Held

  • Shopsystem: JTL
  • Vertriebskanäle: stationäres Geschäft, Online-Shop, Ebay, Ebay Kleinanzeigen, weitere Portale für gebrauchte Ware
  • Payment Service Provider: PayPal
  • Absatzmärkte: Deutschland, Belgien, Estland, Österreich, Polen, Spanien, Ungarn, USA

Über den Autor

Michael Pohlgeers Experte für Marktplätze

Micha gehört zu den „alten Hasen“ in der Redaktion und ist seit 2013 Teil der E-Commerce-Welt. Als stellvertretender Chefredakteur hat er die Themenauswahl mit auf dem Tisch, schreibt aber auch selbst mit Vorliebe zu zahlreichen neuen Entwicklungen in der Branche. Zudem gehört er zu den Stammgästen in den Multimedia-Formaten OnAir und OnScreen.

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