Studie von Bring!

Hamsterkäufe nehmen ab – jetzt geht es an den Alkohol

Veröffentlicht: 08.04.2020 | Geschrieben von: Christoph Pech | Letzte Aktualisierung: 08.04.2020
Einkaufstüte

Die berüchtigten Hamsterkäufe sorgten gerade zu Beginn der Coronakrise für leere Supermarktregale bei Nudeln, Reis oder Toilettenpapier. Mittlerweile, so scheint es, sind die Deutschen ausreichend mit dem Nötigsten versorgt und richten ihre Einkaufsgewohnheiten auf die Seele. Eine Analyse der Einkaufs-App Bring! zeigt: Die Gewinner der vergangenen Wochen heißen Schokolade, Alkohol, Zigaretten und Blumenerde.

Bring! hat für seine Analyse das Einkaufsverhalten bei Artikeln des täglichen Bedarfs in den vergangenen Wochen untersucht und dafür jeweils die Wochendaten vom 15. März bis zum 29. März verglichen. Zwar waren in den Wochen davor die Genussmittel auch schon stark vertreten, unangefochtener Sieger waren aber die Konserven. Mittlerweile hat sich dieser Trend umgekehrt. Im nun untersuchten Zeitraum lagen Nudeln, Reis und Konserven deutlich seltener in den Einkaufstaschen – die Konserven sind sogar um 77 Prozent zurückgegangen. Toilettenpapier sank um 23 Prozent. Bei den Grundnahrungsmitteln konnte sich nur Brot steigern – allerdings lediglich um fünf Prozent.

Seele schön, Garten schön

Es geht den Deutschen offenbar mehr darum, sich die Zeit zu Hause so angenehm wie möglich zu gestalten – wohl auch, weil die meisten mittlerweile verstanden haben, dass Hamstern kontraproduktiv ist. Schokolade, Kekse, Wein und Bier werden wie schon in den Vorwochen vermehrt eingekauft. Auch Zigaretten konnten nach einem Anstieg um 47 Prozent nochmals um 18 Prozent zulegen.

Aber auch Obst und Gemüse liegen im Trend: Tomaten wurden um 25 Prozent mehr gekauft, Gurken um 30 Prozent, Bananen um 22 Prozent und Äpfel um sieben Prozent. Und wo mehr Zeit ist, da wird offenbar auch mehr gebacken: Mehl und Eier werden häufiger gekauft, vor allem auffällig ist aber der Anstieg beim Kauf von Hefe um satte 45 Prozent. Darüber hinaus treibt das schöne Wetter die Menschen – wo es möglich ist – in die Gärten: Nachdem der Einkauf von Blumenerde in den Vorwochen um 500 Prozent anstieg, wuchs er nochmals um vier Prozent. Dazu sei allerdings angemerkt: Ende März/Anfang April, wenn sich die Sonne wieder häufiger blicken lässt, verzeichnen Gartenutensilien regelmäßig einen Anstieg.

Über den Autor

Christoph Pech Experte für: Digital Tech

Christoph ist seit 2016 Teil des OHN-Teams. In einem früheren Leben hat er Technik getestet und hat sich deswegen nicht zweimal bitten lassen, als es um die Verantwortung der Digital-Tech-Sparte ging. Digitale Politik, Augmented Reality und smarte KIs sind seine Themen, ganz besonders, wenn Amazon, Ebay, Otto und Co. diese auch noch zu E-Commerce-Themen machen. Darüber hinaus kümmert sich Christoph um den Youtube-Kanal.

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