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Online-Modehändler

Zalando lässt Rassismus-Vorwürfe von externen Anwälten aufarbeiten

Veröffentlicht: 26.06.2020 | Geschrieben von: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 24.07.2020
Zalando-Paket

Als sich Anfang Juni zahlreiche Unternehmen mit den Black-Lives-Matter-Protesten solidarisierten, wurde dem Berliner Mode-Händler Zalando rassistisches Verhalten vorgeworfen. Kurz darauf kündigte das Unternehmen eine interne Untersuchung der Vorwürfe an, nun wurden auch externe Anwälte mit der Aufarbeitung beauftragt. Wie Business Insider berichtet, habe sich Zalando dazu an die Anwaltskanzlei Pohlmann & Company gewandt.

Das Unternehmen bestätigte diesen Schritt gegenüber Business Insider. „Wie in solchen Untersuchungen üblich, haben wir eine externe Kanzlei beauftragt, uns bei der Aufklärung zu unterstützen“, erklärte eine Zalando-Sprecherin. Damit wolle das Unternehmen Objektivität gewährleisten. 

Anwälte sollen Vorwürfen nachgehen

Eine interne E-Mail, die Business Insider vorliege, soll das Vorgehen der Anwaltskanzlei detaillierter beschreiben. Demnach seien Interviews mit den Mitarbeitern, die Vorwürfe gegen Zalando erhoben haben, vorgesehen. Zudem sollen die Anwälte Arbeitsprozesse im Unternehmen analysieren und Material wie beispielsweise Fotos sammeln, die die Vorwürfe der Mitarbeiter belegen könnten. Die Ergebnisse der Untersuchung werde Pohlmann & Company dann dem Zalando-Management in einem Abschlussbericht übergeben.

Der ehemalige Zalando-Mitarbeiter und Art Director Fernando Torres hatte Zalando am sogenannten Blackout-Tuesday, an dem zahlreiche Unternehmen und Menschen ein schwarzes Quadrat in den sozialen Netzwerken posteten und damit ihre Unterstützung der Black-Lives-Matter-Proteste ausdrückten, öffentlich Rassismus vorgeworfen. Eine Bookerin des Unternehmens habe sich beschwert, dass „viel zu viele Schwarze auf der Seite“ seien. Dazu kämen weitere rassistische Äußerungen und entsprechendes Verhalten gegenüber Mitarbeitern. 

„Rassismus hat keinen Platz bei Zalando“

Zalando hatte seine Haltung gegen Rassismus nochmals bekräftigt. „Rassismus hat bei Zalando keinen Platz“, so das Unternehmen gegenüber Business Insider. Das Unternehmen habe Mitarbeiter aus über 130 Nationen und mit unterschiedlichen Hintergründen. „Vielfalt und Inklusion sind bei Zalando fest in der Unternehmenskultur verankert.“

Über den Autor

Michael Pohlgeers Experte für: Marktplätze

Micha gehört zu den „alten Hasen“ in der Redaktion und ist seit 2013 Teil der E-Commerce-Welt. Als stellvertretender Chefredakteur hat er die Themenauswahl mit auf dem Tisch, schreibt aber auch selbst mit Vorliebe zu zahlreichen neuen Entwicklungen in der Branche. Zudem gehört er zu den Stammgästen in den Multimedia-Formaten OnAir und OnScreen.

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