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Verhandlungen mit Vermietern

Karstadt/Kaufhof: Offenbar weniger Filialschließungen als gedacht

Veröffentlicht: 06.07.2020 | Geschrieben von: Tina Plewinski | Letzte Aktualisierung: 06.07.2020
Foto einer Karstadt-Filiale

Als vor wenigen Wochen neue Entwicklungen rund um die angeschlagene Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof laut wurden, ging man davon aus, dass insgesamt 62 der 172 Warenhäuser geschlossen werden müssten. Verdi äußerte damals, dass wohl 6.000 Beschäftigten von diesen Schließungen betroffen seien.

Doch nun gibt es offenbar Hoffnung für einige Standorte: Wie Reuters Online berichtet, kann der Geschäftsbetrieb in wohl sechs totgeglaubten Warenhäusern mit etwa 750 Mitarbeitern doch noch weitergeführt werden. Dies habe Miguel Müllenbach, Chef von Galeria, am vergangenen Freitag in einem Brief an die Mitarbeiter verlauten lassen. Verdi zeigte sich erfreut: „Das ist eine gute Nachricht für die betroffenen Beschäftigten und für die Städte“, wird Orhan Akman, Bundesfachgruppenleiter Einzelhandel, zitiert. Für die 56 Warenhäuser, denen die Schließung bevorsteht, wolle die Gewerkschaft kämpfen.

Diese Standorte können gerettet werden

Dass nun doch einige Standorte gerettet werden können, ist das Ergebnis von Gesprächen mit Vermietern der Warenhaus-Immobilien: Bereits als Mitte Juni die vorläufige Zahl der wahrscheinlichen Filialschließungen öffentlich wurde, verwies Galeria Karstadt Kaufhof darauf, dass die endgültigen Entscheidungen auch von Zugeständnissen der Vermieter abhingen. Einige dieser Gespräche sind nun offenbar von Erfolg gekrönt.

Laut Müllenbach habe man im Zuge schwieriger Verhandlungen „die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für sechs Filialen“ derart anpassen können, „dass wir weitere Filialen fortführen können“. Auch die konkreten Standorte nannte er dabei: nämlich Dortmund und Leverkusen, Goslar und Nürnberg sowie Chemnitz und Potsdam. Für andere Filialen könne man vergleichbare Erfolge derzeit leider nicht verkünden, heißt es in den Brief weiter.

Das Amtsgericht Essen hatte erst kürzlich das Insolvenzverfahren für die Gesellschaft sowie acht Tochterunternehmen von Galeria Karstadt Kaufhof angeordnet. Neben den Warenhäusern sind etwa auch Karstadt Sports, Karstadt Feinkost oder auch Galeria Logistik betroffen.

Über die Autorin

Tina Plewinski Expertin für: Amazon

Bereits Anfang 2013 verschlug es Tina eher zufällig in die Redaktion von OnlinehändlerNews und damit auch in die Welt des Online-Handels. Ein besonderes Faible hat sie nicht nur für Kaffee und Literatur, sondern auch für Amazon – egal ob neue Services, spannende Technologien oder kuriose Patente: Alles, was mit dem US-Riesen zu tun hat, lässt ihr Herz höherschlagen. Nicht umsonst zeigt sie sich als Redakteurin vom Dienst für den Amazon Watchblog verantwortlich.

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