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Der frühe Vogel

Coronakrise lässt Zalando weiter außergewöhnlich stark wachsen

Veröffentlicht: 04.11.2020 | Geschrieben von: Corinna Flemming | Letzte Aktualisierung: 04.11.2020
Zalando Zentrale

Der Online-Modehändler Zalando kann auf ein äußerst erfolgreiches drittes Quartal blicken. Die jetzt veröffentlichten Geschäftszahlen des Unternehmens zeigen einen Umsatzanstieg von 21,6 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro, das bereinigte EBIT liegt bei 118,2 Millionen Euro. Durch die extrem verbesserten Umsatzkosten sowie die Effizienzsteigerung in der Logistik kann Zalando eine höhere Profitabilität im dritten Quartal verzeichnen, auf Grundlage dessen hat der Konzern seine Prognose für das Gesamtjahr 2020 angehoben und geht nun von einem Umsatzwachstum zwischen 20 und 22 Prozent, sowie einem bereinigten EBIT zwischen 375 und 425 Millionen Euro aus.

Wie Finanzvorstand David Schröder betont, war Zalando deutlich besser auf die zweite Welle der Corona-Pandemie vorbereitet, in den letzten Wochen stieg vor allen die Nachfrage an den digitalen Angeboten. Aber auch die starke Entwicklung des Partnerprogramms sowie der Zalando Lounge haben maßgeblich zum Umsatzwachstum beigetragen. „Wir investieren auch weiterhin, um unser starkes Wachstum über das Jahr 2020 hinaus voranzutreiben. Dabei folgen wir unseren strategischen Prioritäten: Ausbau unseres aktiven Kundenstamms, Vertiefung der Beziehungen zu unseren Kunden und die Transformation zur Plattform”, so Schröder zu den Plänen von Zalando.

Der Modehändler will in den aktuellen schweren Zeiten auch seine Partner unterstützen und verzichtet bis Ende des ersten Quartals 2021 auf alle Provisionen für das Connected Retail-Programm und bietet den Händlern außerdem eine vorzeitige Auszahlungen an. Den Erfolg des dritten Quartals will Zalando aber auch an seine Mitarbeiter weitergeben und hat sich dafür entschieden, allen 14.000 Angestellten einen Bonus von 500 Euro zu zahlen.

Adyen bietet girocard-Komplettlösung für Händler an

Der niederländische Payment-Anbieter Adyen erweitert sein Portfolio an lokalen Zahlungsmethoden mit girocard und macht seinen Händlern ab sofort eine der beliebtesten deutschen Bezahloptionen verfügbar. Stationäre Händler können somit nun über 100 Millionen Karten am Point of Sale akzeptieren und ihren Kunden mit der Debitkarte eine zusätzliche Möglichkeit der sicheren Kartenzahlung geben. Die Integration der girocard-Komplettlösung, einschließlich Abstimmungs-, Berichts- und Abwicklungsdienstleistungen, erfolgt durch eine direkte Integration in der Plattform von Adyen, ohne das eine zusätzliche Einbindung von Drittanbietern nötig ist.

Die P2PE-zertifizierten Bezahlterminals sind außerdem für das internationale Geschäft geeignet und bietet den deutschen Kunden auch grenzübergreifend ein vertrautes Bezahlerlebnis an. Ebenfalls enthalten in der neuen girocard-Komplettlösung ist die kontaktlose Bezahloption, welche besonders in Coronazeiten deutlich zugenommen hat und die Rückerstattungen.

Alibabas Ant Group: Größter Börsengang aller Zeiten wohl geplatzt

Der chinesische Finanzdienstleister Ant Group wollte einen Rekord-Börsengang hinlegen. Das Doppellisting der Alibaba-Tochter in Shanghai und Hongkong war mit 34,5 Milliarden US-Dollar veranschlagt wurden. Nun haben die Aufsichtsgremien der Börsen aber überraschendweise die Börseneinführung ausgesetzt. Begründet wurde dies mit deutlichen Veränderungen des „aufsichtsrechtlichen Umfelds“, damit könnte die Ant Group die Bedingungen für den Börsengang sowie die Offenlegungspflichten nicht mehr erfüllen, wie es bei heise online heißt. Noch ist unklar, ob und wann der jetzt verschobene Börsengang noch stattfinden wird.

Über die Autorin

Corinna Flemming Expertin für: Internationales

Nach verschiedenen Stationen im Redaktionsumfeld wurde schließlich das Thema E-Commerce im Mai 2017 zum Job von Corinna. Seit sie Mitglied bei den OnlinehändlerNews ist, kann sie ihre Liebe zur englischen Sprache jeden Tag in ihre Arbeit einbringen und hat sich dementsprechend auf den Bereich Internationales spezialisiert.

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