Auswertung

Black Friday: Corona bringt Shopify-Händlern 75 Prozent mehr Umsätze

Veröffentlicht: 30.11.2020 | Geschrieben von: Hanna Behn | Letzte Aktualisierung: 30.11.2020
Black Friday

Der diesjährige Black Friday lief für den Online-Handel in puncto Umsatz erfolgreicher als je zuvor. So erzielten beispielsweise Händler, die über die E-Commerce-Plattform Shopify verkaufen, weltweit mehr als 2,01 Milliarden Euro Gesamtumsatz. Das sind drei Viertel mehr als noch zum Black Friday 2019, zeigt eine aktuelle Shopify-Auswertung  der Umsatzdaten von mehr als einer Million Händlern in ca. 175 Ländern der Welt am 27. November.

Die Deutschen kauften vor allem nachmittags

Der Zahlungsanbieter Klarna beobachtete hierzulande bereits in der ersten Stunde einen Anstieg der Verkaufszahlen um enorme 710 Prozent im Vergleich zu einem normalen Shopping-Tag.  Laut der Shopify-Auswertung haben die meisten deutschen Verbraucher dann aber etwa um 14 Uhr auf den Kaufen-Button gedrückt – in dieser Stunde wurde der Spitzenumsatz erzielt. Im Schnitt wurden Waren für rund 75 Euro gekauft – im vergangenen Jahr war dies mit gut 63 Euro noch merklich weniger. Das entspricht in etwa auch dem weltweitem Warenkorbwert. Im europäischen Vergleich ist das, was die deutschen Shopper ausgaben, aber vergleichsweise viel: In Italien wurden Waren für knapp 70 Euro, in Frankreich und Großbritannien für etwa 66 Euro und in Spanien für 61 Euro zum Schnäppchentag erworben. Deutschland lag auch auf Platz 5 der Länder, in denen weltweit am meisten geshoppt wurde.

Deutsche Kunden nutzten dabei vor allem per Smartphone oder Tablet. Über mobile Geräte wurden 68 Prozent Umsatz generiert, per Desktop-PC war es hingegen nur knapp ein Drittel. Kleidung und Accessoires wurden dabei am liebsten gekauft.

Unabhängige Händler profitieren stark

Vor allem die Coronakrise sorgte für einen „gewaltigen Sprung nach vorne“, doch kennt Shopify noch eine weitere Ursache für die höheren Online-Umsätze zum Black Friday: „Hinzu kommen das wachsende Interesse der Verbraucher an unabhängigen Händlern und Direct-to-Consumer-Marken“, heißt es in der Mitteilung zur Analyse. Die kleineren Händler und Marken würden „den steigenden Wunsch nach individuellen, besonderen und teils lokalen und nachhaltigen Produkten erfüllen“. 

Über die Autorin

Hanna Behn Expertin für: Usability

Hanna fand Anfang 2019 ins Team der OnlinehändlerNews. Sie war mehrere Jahre journalistisch im Bereich Versicherungen unterwegs, dann entdeckte sie als Redakteurin für Ratgeber- und Produkttexte die E-Commerce-Branche für sich. Als Design-Liebhaberin und Germanistin hat sie nutzerfreundlich gestaltete Online-Shops mit gutem Content besonders gern.

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