Inflation

Preise im Online-Handel sind durchschnittlich um drei Prozent gestiegen

Veröffentlicht: 16.03.2021 | Geschrieben von: Christoph Pech | Letzte Aktualisierung: 16.03.2021
Online-Shopping

Das Statistische Bundesamt hat für den Februar 2021 eine Inflation von 1,3 Prozent berechnet. Verbraucher stellen sich dabei die Frage, inwieweit das Einfluss auf die Produktpreise hat. Genau dieser Frage ist Idealo nachgegangen. Die Vergleichsplattform hat die Preise von über zwei Millionen aus 1.700 Kategorien analysiert und kommt zum Ergebnis, dass die Preise im Online-Handel in den vergangenen drei Monaten um drei Prozent gestiegen sind im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Im Dezember sei der Preisanstieg mit durchschnittlich 1,8 Prozent noch vergleichsweise moderat ausgefallen. Das lag aber vor allem daran, dass die Preise aufgrund der gesenkten Mehrwertsteuer im Dezember im Schnitt generell niedriger als normal waren. Im Januar sind die Preise der Händlerangebote auf idealo.de im Vergleich zu Januar 2020 insgesamt um 3,1 Prozent gestiegen. Im Februar lag der Anstieg mit 2,9 Prozent nur unwesentlich unter diesem Wert.

Anstiege vor allem bei Gaming und Nahrungsmitteln hoch

Den größten Preisanstieg verzeichnete Idealo in der Kategorie Gaming und Spielen. Im Januar 2021 lagen die Preise hier 10,8 Prozent über dem Niveau aus dem Vorjahresmonat, im Februar waren es sogar 11,3 Prozent. Da Gesellschaftsspiele und Videospiele im Pandemie-Lockdown besonders gefragt sind, überrascht der Anstieg an dieser Stelle nicht. „Wir gehen davon aus, dass der Preisanstieg von etwa zehn Prozent bei Gaming-Produkten nicht alleine auf die Inflation zurückzuführen ist, sondern dass die extrem hohe Nachfrage nach diesen Produkten zunächst zu einer Angebotsknappheit geführt hat, woraufhin die Preise der noch verfügbaren Artikel teilweise stark gestiegen sind“, so Michael Stempin von Idealo.

Der Durchschnittspreis für Spielekonsolen habe im Januar 2020 noch bei 310 Euro gelegen, in diesem Jahr lag er um etwa 30 Prozent höher bei 403 Euro. Zur Wahrheit gehört an dieser Stelle aber auch: Im vergangenen Herbst sind die neuen Generationen von Xbox und Playstation auf den Markt gekommen – dass diese teurer sind und stärker nachgefragt werden als ältere Konsolen, ist ganz normal.

Gestiegen sind die Preise besonders stark auch in der Kategorie Essen und Trinken – im Januar um 5,3 Prozent, im Februar um 6,1 Prozent. Sportprodukte, Tierbedarf und Drogerie & Gesundheit verzeichneten ebenfalls stärkere Anstiege – allesamt durchaus pandemiebedingt. Geringer fiel die Preissteigerung in den Kategorien Auto & Motorrad und Baby & Kind aus. Diese Kategorien gelten generell als vergleichsweise preisstabil.

Über den Autor

Christoph Pech Experte für: Digital Tech

Christoph ist seit 2016 Teil des OHN-Teams. In einem früheren Leben hat er Technik getestet und hat sich deswegen nicht zweimal bitten lassen, als es um die Verantwortung der Digital-Tech-Sparte ging. Digitale Politik, Augmented Reality und smarte KIs sind seine Themen, ganz besonders, wenn Amazon, Ebay, Otto und Co. diese auch noch zu E-Commerce-Themen machen. Darüber hinaus kümmert sich Christoph um den Youtube-Kanal.

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Kommentare  

#3 Dony 2021-03-17 11:24
3% gegenüber den Benzinpreisen ist durchaus moderat! Transportuntern ehmen haben die Preise erhöht, Zulieferer haben die Preise erhöht, alles auch mit dem Argument Corona verursacht gesonderte Arbeitsbedingun gen die zu Mehrkosten führen.Dieses wird nicht das Ende sein, denn der Staat möchte sicher auch einen Großteil der Investitonssumm en bei Coronahilfen, Impfungen ect. irgendwann wieder zurück bekommen. Wir gehen insgesamt von einer Preiserhöhung von ca. 10% im Jahr 2021 aus, da natürlich uns die Kosten weitergegeben werden und wir diese, in dieser Höhe nicht selbst stemmen können, werden Endpreise dementsprechend teurer.
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#2 Jürgen 2021-03-17 09:13
Alle aus Asien importierten Waren, insbesondere großvolumige Artikel wie z.B. Möbel werden ebenfalls überdurchschnit tlich im Preis steigen, da die sich die Seefracht Preise phasenweise verfünffacht haben und hatten.
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#1 Franz 2021-03-17 08:35
Wir kommen aus dem Holz Sektor, hier haben sich unsere EK Preise teilweise um bis zu 15% erhöht, tendentiel wird es weiter steigen da wir aktuell auch Lieferengpässe bei Produktionsstät ten im Ausland haben.
Verpackungsmate rial 6% teurer.
Eigentlich alles.
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