Der frühe Vogel

Filialschließungen bei MediaMarkt & Saturn: 1.000 Arbeitsplätze fallen weg

Veröffentlicht: 01.04.2021 | Geschrieben von: Hanna Behn | Letzte Aktualisierung: 01.04.2021
MediaMarkt-Filiale

Der fehlende stationäre Umsatz führt bei MediaMarkt und Saturn zum Stellenabbau: 13 von insgesamt 419 Märkten sollen schließen und bis zum Herbst 2022 werden 1.000 Arbeitsplätze gestrichen, melden Spiegel/Deutsche Presseagentur mit Verweis auf einen Brief der deutschen Unternehmensführung an die Angestellten.

Neben den Filialschließungen ist aber auch das Online-Geschäft des Konzerns Grund für die Einschnitte – der Umsatz habe sich im aktuellen Geschäftsjahr in diesem Bereich bereits verdoppelt – dem müsse man sich mit neuen Organisationsstrukturen nun anpassen. 

Bereits Mitte letzten Jahres hatte der Aufsichtsrat des Mutterkonzerns Ceconomy einer generellen Neuausrichtung zugestimmt. Schon damals hieß es, dass im Zuge dessen noch deutlich mehr, nämlich 3.500 Stellen wegfallen würden.

H&M: „China ist ein wichtiger Markt für uns“

H&M konnte zwischen Dezember und Februar etwa 21 Prozent weniger Umsatz erwirtschaften, dieser sank umgerechnet auf etwa 3,9 Milliarden Euro. Auch das sich gut entwickelnde Online-Geschäft konnte dies nicht ausgleichen: Unterm Strich machte das Unternehmen etwa 105 Millionen Euro Verlust, wie dem aktuellen Bilanzreport zu entnehmen ist. Im gesamten Quartal waren teils 1.800 Filialen komplett geschlossen.  

In China sind die Geschäfte allerdings geöffnet – doch haben die Schweden dort aktuell Schwierigkeiten mit chinesischen Verbrauchern und staatlichen Stellen, wie das Manager Magazin berichtet. Grund ist ein Konzernstatement von vor einem Jahr, dass erneut durch die sozialen Netzwerke ging. Darin hatte H&M wegen Berichten über Zwangsarbeit von Uiguren, der muslimischen Minderheit in der Provinz Xinjiang, ankündigt, keine Baumwolle mehr aus der Region zu beziehen. Dies wurde dem Unternehmen als chinafeindliche Kommunikation ausgelegt. Zur aktuellen Situation veröffentlichte der Modehändler nun ebenfalls ein aktuelles Statement: „China ist ein sehr wichtiger Markt für uns, und unser langfristiges Engagement in diesem Land bleibt stark“, heißt es darin. H&M sei seit über dreißig Jahren in China präsent. „Wir setzen uns dafür ein, das Vertrauen unserer Kunden, Kollegen und Geschäftspartner in China wiederzugewinnen“, so der Konzern weiter.

Home24 rechnet auch in 2021 mit Umsatzplus

Online-Möbelhändler gelten als Krisengewinner – denn gerade der Bedarf an Produkten rund um Haus und Garten ist in der Coronakrise deutlich gewachsen. Das merkt auch Home24: In 2020 konnten die Umsätze um 42 Prozent gesteigert werden. Allein von Januar bis März 2021 seien – währungsbereinigt – rund 73 Prozent mehr Aufträge als vor dem Ausbruch der Pandemie im Jahr zuvor eingegangen. „Wir sehen weiterhin eine deutlich erhöhte Online-Nachfrage der Verbraucher“, erklärte Home24-Chef Marc Appelhoff laut t-online. Daher geht die Geschäftsführung nun auch für das Jahr 2021 von einem Umsatzplus zwischen 20 und 40 Prozent aus.

Über die Autorin

Hanna Behn Expertin für: Usability

Hanna fand Anfang 2019 ins Team der OnlinehändlerNews. Sie war mehrere Jahre journalistisch im Bereich Versicherungen unterwegs, dann entdeckte sie als Redakteurin für Ratgeber- und Produkttexte die E-Commerce-Branche für sich. Als Design-Liebhaberin und Germanistin hat sie nutzerfreundlich gestaltete Online-Shops mit gutem Content besonders gern.

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