Der frühe Vogel

Angriff auf Amazon: dm liefert jetzt auch taggleich mit dem Fahrrad

Veröffentlicht: 14.05.2021 | Geschrieben von: Tina Plewinski | Letzte Aktualisierung: 14.05.2021
Filiale des Drogisten dm

Bisher setzte der Drogerieriese dm auf kundenfreundliche Lieferservices wie einen traditionellen Direktversand nach Hause oder die stationäre Abholvariante von Bestellungen über Click & Collect. Dieses Angebot will das Unternehmen nun offenbar erweitern – und zwar durch eine Express-Lieferung mit dem Fahrrad. Diese Option wird nach eigenen Aussagen gerade in einer Filiale im baden-württembergischen Karlsruhe (Kaiserstraße 92) getestet.

Dort können Kunden ab sofort ihre Wunschprodukte über den Online-Shop oder wahlweise die App zusammenstellen und im Laufe des Bestellvorgangs dann die Express-Lieferung auswählen. Bestellen die Kunden bis 16 Uhr, so wird ihre Sendung noch am gleichen Tag zugestellt. Geht die Bestellung nach 16 Uhr ein, wird diese am nächsten Werktag ausgeliefert. Als Voraussetzung für die neue Lieferung per Rad gilt: Die Produkte müssen in der dm-Filiale Kaiserstraße verfügbar sein und die Rechnungsadresse muss in Karlsruhe liegen. Die Lieferung schlägt mit 7,95 Euro zu Buche. Wird allerdings ein Bestellwert von 49 Euro erreicht oder ist der Besteller Inhaber eines Mein-dm-Kontos, verringern sich die Kosten auf drei Euro. 

„Mit der Express-Lieferung testen wir einen neuen innovativen Service mit dem wir Impulse setzen, um für unsere Kunden ein weiteres Angebot zu schaffen, damit jeder individuell für sich entscheiden kann, wie er bei dm einkaufen möchte“, kommentiert Sebastian Bayer, der sich bei dm als Geschäftsführer für den Bereich Marketing + Beschaffung verantwortlich zeigt. „Die Vorteile des Services Express-Lieferung sind eine bequeme und schnelle Bestellung sowie Lieferung, die gleichzeitig umweltfreundlich durch ein Lastenrad erfolgt. Wir sind bereits gespannt, wie unsere Kunden das neue Angebot annehmen werden.“

Mit dem Test, der in Kooperation mit den Partnern VeloCarrier GmbH, Pickshare GmbH sowie Georg Utz GmbH vonstatten geht, wolle dm zunächst Erfahrungen sammeln und hören, welche Rückmeldungen von den Kunden kommen. Je nach Ergebnis könnte die Express-Lieferung per Rad dann später auch auf andere Städte ausgeweitet werden.

Milliardenstrafe macht Amazon-Konkurrent Alibaba zu schaffen

Alibaba hat die Bilanz für die ersten drei Monate 2021 offengelegt und diese sieht an einigen Stellen gar nicht schlecht aus: Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum kletterte der Umsatz massiv um 64 Prozent auf umgerechnet rund 24 Milliarden Euro, wie es in einer dpa-Nachricht beim Handelsblatt heißt. Mit diesem Wert lag der Konzern über den Erwartungen der Analysten.

Trotz dieses Erfolgs steht unterm Strich ein Verlust in Höhe von rund 706 Millionen Euro. Dies sei mit massiven Strafen zu begründen, die der Staat aufgrund seiner Monopolstellung gegen den Konzern verhängt hatte: Chinesische Wettbewerbshüter hatten Alibaba zu einer Buße von 2,3 Milliarden Euro verdonnert. Dies war die höchste Strafzahlung, die die chinesischen Behörden bisher gegen ein Online-Unternehmen verhängt hatten. Zuvor hatte sich Firmengründer und Milliardär Jack Ma kritisch gegenüber der Regierung und der regulatorischen Maßnahmen gegen seinen Konzern durch den Staat geäußert.

Vinted erhält satte Millionen

Der Secondhand-Marktplatz Vinted darf sich über eine satte Finanzspritze in Höhe von 250 Millionen Euro freuen, die er in einer Eigenkapitalrunde von alteingesessenen Investoren wie EQT Growth, Burda Principal Investments und Lightspeed Venture Partners einsammeln konnte. Mit diesem Erfolg sei die Pre-Money-Marktbewertung auf 3,5 Milliarden Euro gestiegen, heißt es bei t3n. Das Geld will das Vinted insbesondere in jene Märkte stecken, die man bereits erschlossen habe. Darüber hinaus wolle das Unternehmen daran arbeiten, sich noch stärker im US-amerikanischen Raum zu etablieren. Vinted soll derzeit auf einen Kundenstamm von rund 45 Millionen Nutzern blicken können.

Über die Autorin

Tina Plewinski
Tina Plewinski Expertin für: Amazon

Bereits Anfang 2013 verschlug es Tina eher zufällig in die Redaktion von OnlinehändlerNews und damit auch in die Welt des Online-Handels. Ein besonderes Faible hat sie nicht nur für Kaffee und Literatur, sondern auch für Amazon – egal ob neue Services, spannende Technologien oder kuriose Patente: Alles, was mit dem US-Riesen zu tun hat, lässt ihr Herz höherschlagen. Nicht umsonst zeigt sie sich als Redakteurin vom Dienst für den Amazon Watchblog verantwortlich.

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