Bitkom-Studie

So zahlen Online-Shopper am liebsten

Veröffentlicht: 03.02.2022 | Geschrieben von: Markus Gärtner | Letzte Aktualisierung: 03.02.2022
Hand mit Kreditkarte

Kurz vorm Ende des Einkaufs im Web eine entscheidende Frage: Wie zahlen? Wie der Branchenverband Bitkom in seiner repräsentativen Studie herausfand, wollen die meisten Shop-Besucher (42 Prozent) am liebsten mit Bezahldienstleistern wie PayPal, Klarna oder Amazon Payments ihren Kauf abschließen.

Immerhin ein Drittel der Online-Käufer will per Rechnung zahlen. Diese Methode ist vor allem bei älteren Online-Shoppern beliebt: Die Hälfte der über 65-Jährigen setzt auf den Rechnungskauf, bei den Jüngeren zwischen 16 und 29 Jahren ist es gerade mal ein Fünftel. Doch nicht nur beim Alter, auch bei den einzelnen Produkt-Kategorien gibt es Unterschiede: Beim Kauf von Mode wird meistens per Rechnung bezahlt.

Die beliebtesten Zahl-Methoden im E-Commerce

© Bitkom

Online-Händler müssen im Shop einen Mix aus Zahlarten anbieten

Deutlich weniger beliebt sind das Zahlen mit Kreditkarte (11 Prozent), per Lastschriftverfahren (7 Prozent) oder als Sofortüberweisung (4 Prozent). Auf Ratenkauf/„Buy Now Pay Later“, Überweisung/Vorkasse oder Bezahlung bei Abholung setzen gerade mal jeweils zwei Prozent. „Konsumentinnen und Konsumenten nutzen bevorzugt Online-Bezahldienste und setzen damit auf einen sicheren, einfachen und schnellen Checkout an der digitalen Ladenkasse“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Mit dem richtigen Mix an digitalen Bezahlmethoden lassen sich für Online-Händler Kauf-Abbruchraten deutlich reduzieren.“ In der Händlerbund-Studie zu den beliebtesten angebotenen Zahlarten von Händlern liegt ebenfalls PayPal vorn.

Jeder sechste Online-Shopper wurde betrogen

In der Studie wurde auch nach negativen Erfahrungen beim Online-Shopping gefragt. Rund die Hälfte der befragten Shopper hat demnach mindestens einmal keine Ware erhalten. Von diesen haben die meisten zwar ihr Geld zurückerhalten oder eine Gutschrift bekommen – doch 18 Prozent blieben ohne Ware auf den Kosten sitzen. Bei neun Prozent sollen die Bezahldaten im Anschluss an einen Online-Kauf missbräuchlich verwendet worden sein. Insgesamt sind 16 Prozent beim Online-Shopping schon mal in irgendeiner Form betrogen worden. „Kundinnen und Kunden haben zahlreiche Möglichkeiten, die Produkte und Anbieter auf Seriosität zu prüfen und sollten davon auch Gebrauch machen“, weist Rohleder hin. Online-Käufer sollten etwa immer Impressum und AGBs überprüfen und auch Vergleichsseiten und Bewertungen des jeweiligen Shops oder Marktplatzes checken.

Über den Autor

Markus Gärtner
Markus Gärtner Experte für: Local Commerce

Markus ist 2018 zum OHN-Team dazugestoßen und berichtet unter anderem über aufstrebende StartUps im E-Commerce. Zuvor hat er beim Branchendienst Location Insider die digitalen Ideen des stationären Handels beleuchtet und für mobilbranche.de den Online-Handel via Smartphone und Apps ins Auge gefasst. Die Digitalisierung der Medienbranche konnte er in seiner Zeit bei dem Branchendienst turi2 beobachten.

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