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Home24: Die Samwers und das „Zalando für Möbel“

Veröffentlicht: 02.08.2013 | Autor: Tina Plewinski | Letzte Aktualisierung: 02.08.2013 | Gelesen: 5458 mal

Zurückhaltung scheint den Samwer-Brüdern fremd zu sein, denn wenn sie sich ein Ziel setzen, dann gehen sie gleich zum Großangriff über. Nach eher ernüchternden Zahlen für das Jahr 2012 – nämlich lediglich 64 Millionen Euro Umsatz – soll das Möbel-Portal Home24 nun richtig durchstarten.

Home24 im Wachstum

Das festgesteckte Ziel für Home24 ist es, den beliebten schwedischen Konkurrenten Ikea umsatzmäßig zu überholen. Laut Focus Online gibt es beispielsweise Pläne, nach denen bereits für 2017 ein Umsatz des Möbel-Anbieters in Höhe von zwei Milliarden Euro wünschenswert sei. Mit Blick auf die Zahlen vom vergangenen Jahr scheint dies eher utopisch. Aber Oliver Samwer gibt sich in einem jüngst gegebenen dpa-Interview siegessicher: „Wir konzentrieren uns in jedem Markt auf die Einzelhandelsbereiche, in denen wir glauben, dass wir in ihnen zur Nummer eins werden können“.

Grundsätzlich tut sich der digitale Möbel-Handel eher schwer. Möbel werden vor der Bestellung gerne probe-gesessen, gefühlt, gerochen, betastet. Diese Bedürfnisse der Kunden machen es der Branche nicht gerade leicht, in der Welt des E-Commerce fußzufassen. Auch die großen alteingesessenen stationären Händler konnten bislang keine übermäßigen Erfolge im Online-Handel feiern und haben – gegenüber anderen Branchen – einen größeren Nachholbedarf.

Doch diesem Trend versuchen die führenden Kräfte hinter Home24 entgegenzuwirken und geben sich optimistisch. Felix Jahn, Co-Geschäftsführer des Unternehmens verweist darauf, dass die bisherige Entwicklung durchaus das Potenzial zeige, auch große Möbel online verkaufen zu können. Das Unternehmen wirbt mit einem kostenfreien Versand und ist stolz auf seine niedrige Retourenquote. Mit unter zehn Prozent sei diese bedeutend niedriger als in anderen Branchen des E-Commerce.

Nun verkündete Domenico Cipolla, Co-Geschäftsführer von Home24, dass das Unternehmen zu einem „Zalando für Möbel“ aufsteigen wolle. Ob es diesbezüglich weitere Marketing-Strategien und grundsätzliche Maßnahmen zur Umsatzseigerung gibt, ist derzeit nicht bekannt.

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