Versand von Kochboxen

HelloFresh peilt Umsatz von zehn Milliarden Euro an

Veröffentlicht: 16.08.2022 | Geschrieben von: Tina Plewinski | Letzte Aktualisierung: 16.08.2022
Kochbox des Anbieters HelloFresh

Mit Rezepten und den passenden, abgemessenen Zutaten konnte das Berliner Unternehmen HelloFresh besonders in der Pandemie – mit ihren Kontaktbeschränkungen und Lockdowns – viele Verbraucherinnen und Verbraucher überzeugen. Und wie sich zeigt, brummt das Geschäft rund um den Kochboxen-Versand auch weiterhin. 

Im abgelaufenen zweiten Quartal konnte beim Umsatz währungsbereinigt ein Plus in Höhe von 16 Prozent auf 1,96 Milliarden Euro verzeichnet werden – ein Rekord in der bisherigen Firmengeschichte. Das bereinigte Betriebsergebnis (Ebitda) kletterte indes auf 146 Millionen Euro, was einem Wachstum um 7,5 Prozent entspricht.

Kundenzahlen wachsen leicht im Jahresvergleich

Einen leichten Dämpfer gab es aber bei den aktiven Kunden in den 17 Märkten des Lieferdienstes: Deren Zahl ist mit Blick auf das Vorquartal um rund 500.000 auf insgesamt acht Millionen zurückgegangen. Im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum konnte der Wert allerdings immerhin um vier Prozent gesteigert werden. Insbesondere in den USA, dem wichtigsten Markt für HelloFresh, sei die Nachfrage der Kunden gesunken.

Unternehmenschef Dominik Richter erklärte, dass diese Entwicklung nicht ungewöhnlich für ein zweites Quartal sei, weil Menschen in diesem Zeitraum in der Regel weniger zu Hause seien und entsprechend auch weniger kochen würden, heißt es in einer dpa-Meldung bei Onvista.

Neben den bekannten Kochboxen hat HelloFresh außerdem einen weiteren Bereich für sich entdeckt: Fertiggerichte. Mit diesem Angebot ist das 2011 gegründete Unternehmen bereits in den USA und in Australien gestartet, wo die Mahlzeiten in Supermärkten gekauft werden können.

HelloFresh peilt für 2022 rund 7,1 Milliarden Euro Umsatz an

Erst im letzten Monat hatte HelloFresh die schlechte Verbraucherstimmung zum Anlass genommen, um seine Jahresziele, genau wie viele andere Unternehmen auch, nach unten zu korrigieren. Mit den neuesten Quartalszahlen braucht sich der Anbieter aber nicht zu verstecken, ganz im Gegenteil. „Wir haben kaum etwas an unseren Investitionsplänen geändert und stellen auch weiter ein“, kommentierte Richter die Entwicklungen weiter. Schon im Herbst stehen neue Expansionen auf dem Plan: Dann soll der Markteintritt in zwei neuen Ländern in Europa erfolgen.

„Wir sind weiterhin begeistert, was unsere langfristigen Wachstumsaussichten angeht“, so der CEO. Und es zeigt sich, dass die Pläne nicht gering gesteckt worden sind: 2025 soll ein Umsatz in Höhe von zehn Milliarden Euro erreicht werden. Für das aktuelle Jahr erwartet HelloFresh schon 7,1 Milliarden Euro. Die jüngsten Unternehmenszahlen kamen an der Börse gut an und ließen die Aktie von HelloFresh zeitweise um mehr als neun Prozent auf 32,80 Euro in die Höhe schnellen.

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Über die Autorin

Tina Plewinski
Tina Plewinski Expertin für: Amazon

Bereits Anfang 2013 verschlug es Tina eher zufällig in die Redaktion von OnlinehändlerNews und damit auch in die Welt des Online-Handels. Ein besonderes Faible hat sie nicht nur für Kaffee und Literatur, sondern auch für Amazon – egal ob neue Services, spannende Technologien oder kuriose Patente: Alles, was mit dem US-Riesen zu tun hat, lässt ihr Herz höherschlagen. Nicht umsonst zeigt sie sich als Redakteurin vom Dienst für den Amazon Watchblog verantwortlich.

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