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Otto wächst profitabel und plant dreistelliges Millionen-Investment

Veröffentlicht: 18.03.2015 | Autor: Ariane Nölte | Letzte Aktualisierung: 26.05.2015

Die Otto-Einzelgesellschaft steigert den Umsatz um rund drei Prozent auf 2,335 Mrd. Euro und wird im kommenden Jahr eine dreistellige Millionensumme investieren. Dabei nimmt das Hamburger Unternehmen besonders den Online-Möbelhandel ins Visier.

Steigende Geschäftsentwicklung

(Bildquelle Positive Bilanz: jijomathaidesigners via Shutterstock)

85 Prozent seines Gesamtumsatzes in Höhe von 2,335 Mrd. Euro hat Otto im vergangenen Geschäftsjahr im Internet erwirtschaftet. „Otto ist aus dem deutschen E-Commerce nicht mehr wegzudenken“, so Alexander Birken, Konzernvorstand Multichannel Distanzhandel und Sprecher Otto.

Produktempfehlungen sollen Retourenquote senken

Diese E-Commerce-Entwicklung treibt Otto auch im nächsten Geschäftsjahr engagiert voran. So soll ein Investitionsvolumen im dreistelligen Millionenbereich erfolgen – „vornehmlich in zukunftsträchtige Felder wie das Online-Performancemarketing., die Weiterentwicklung des Webshops, den Aufsatz algorithmus- und datengetriebener Informationsplattformen sowie den weiteren Umbau der IT-Landschaft“, so das Unternehmen.

Shop- und Produktempfehlungen sollen dabei ein fester Bestandteil von Otto.de werden. Derzeit teste man auch neue Wege der Größenempfehlung. Dadurch möchte man natürlich den optimalen Service bieten, aber auch die eigene Retourenquote senken. Wie hoch diese genau ist, darüber hüllt das Unternehmen weiterhin den Schleier der Verschwiegenheit.

Tablet statt Smartwatch

Einen überfälligen Schritt wird Otto im April vollziehen – dann soll das responsive Design des Webshops auch für Tablets gelauncht werden. „Wir möchten Otto.de zum persönlichsten Shop im Hosentaschenformat machen“, sagt Alexander Birken. An das Handgelenk möchte man jedoch vorerst nicht.

Nachdem man sich im Hause Otto bei der Wirtschaftspressekonferenz im vergangenen Jahr bereits sehr offen gegenüber dem Thema Wearables zeigte, ist man da nunzögerlicher. „Wir betrachten die Smartwatch als Verlängerung des Smartphones. Die Bestellfunktion sehen wir da aber noch nicht“, erklärt Marc Opel, Otto-Bereichsvorstand Vertrieb.

Spezialshops für Möbel geplant

Im Fokus steht offenbar – wie auch im letzten Jahr – der Online-Möbelhandel. Nicht zuletzt sicher auch, weil diese Sortimentsgruppe im vergangenen Geschäftsjahr den schwachen Modehandel ein Stück weit ausgleichen konnte. „Die Textilkrise, die alle Händler bewegt hat, ist auch an uns nicht spurlos vorbei gegangen“, gab Birken zu.

Otto hat sich vorgenommen, durch den Online-Möbelhandel bis 2016 zusätzliche Umsätze in dreistelliger Millionenhöhe generieren. Dabei geht das Konzept der Spezialshops nach Angaben von Otto auf. Weitere Spezialshops sind für 2015 geplant. Welche Produktgruppen dort genau bedient werden sollen, gab Otto nicht bekannt.

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