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100 Tage: „Mönchengladbach bei Ebay“ begeistert Händler und Kunden

Veröffentlicht: 27.01.2016 | Autor: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 27.01.2016

Nach 100 Tagen haben Ebay und mg.retail2020 ein erstes Fazit zum Pilotprojekt „Mönchengladbach bei Ebay“ gezogen. Das fiel überaus positiv aus, die Zahlen entwickeln sich gut – und das Projekt scheint für einige Händler auch ein entscheidendes Erlebnis zu sein.

Stationäre Händlerin mit Tablet

(Bildquelle Händlerin: GaudiLab via Shutterstock)

Das Pilotprojekt „Mönchengladbach bei Ebay“ läuft nun seit 100 Tagen. Grund genug für Ebay und den Projektpartner mg.retail2020, ein erstes Fazit zu dem regionalen Marktplatzmodell zu ziehen. Wie Ebay verkündet, wurden seit Start des Projekts knapp 32.000 Artikel verkauft. Damit wird alle fünf Minuten ein Verkauf über die Plattform abgeschlossen. Zudem sei die Zahl der teilnehmenden Händler auf 70 angestiegen – zu Beginn des Projekts im Oktober waren 50 Händler angeschlossen. Interessant ist, dass 30 der 70 teilnehmenden Händler vor „Mönchengladbach bei Ebay“ keinerlei Berührungspunkte mit der Online-Welt hatten, wie Ebay betont.

Große Sortimente und Services gewinnen

Die ersten 100 Tage hätten zudem gezeigt, dass vor allem die Händler besonders erfolgreich sind, die direkt ein größeres Sortiment auf der Online-Plattform angeboten haben. „Nachhaltiger Verkaufserfolg und echtes Umsatzwachstum der Händler setzten im Rahmen des Projekts in der Regel ab einer online gestellten Anzahl von mindestens 50 bis 100 Artikeln ein“, resümiert Stephan Zoll, Deutschland-Chef von Ebay. „Es sind insbesondere auch kleine Einzelhändler erfolgreich, die es geschafft haben, einen großen Teil ihres Sortiments bei Ebay einzustellen.“

Zudem seien auch jene Händler besonders erfolgreich, die ihren Kunden Click & Collect ermöglichen, aber auch den Versand anbieten.

Erster Berührungspunkt mit der Online-Welt

Die 70 Händler, die bei „Mönchengladbach bei Ebay“ teilnehmen, haben nach Angaben des Unternehmens bereits eine Million Euro im Rahmen des Projekts umgesetzt. Dabei gingen die Produkte nicht nur nach Deutschland: Insgesamt wurde aus 53 verschiedenen Ländern bestellt, darunter unter anderem auch Guadeloupe und Neuseeland. Für die stationären Händler, die über die Plattform zum ersten Mal in das Online-Geschäft eingestiegen sind, dürfte diese Erfahrung beeindruckend sein. Durchschnittlich sollen die teilnehmenden Händler einen zusätzlichen Jahresumsatz von 90.000 Euro erwarten können.

Dr. Gerrit Heinemann, der das Projekt mit ins Leben gerufen hat, sieht durchaus positive Entwicklungen für den stationären Handel. So sei es nicht nur gelungen, „den weiteren Frequenzrückgang in der Innenstadt zu stabilisieren, sondern auch überproportionale Umsatzzuwächse bei den beteiligten Händlern zu realisieren.“

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