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Weg von Amazon und Co? – Alternative Online-Marktplätze für Händler

Veröffentlicht: 14.11.2013 | Autor: Tina Plewinski | Letzte Aktualisierung: 14.11.2013

Amazon und eBay – das sind die beiden Online-Marktplätze, an denen scheinbar kein Händler vorbei kommt. Denn sie haben den höchsten Bekanntheitsgrad, die beste Reichweite und ein großes Vertrauenspotenzial bei den Kunden. – Stimmt das? Haben Händler in dieser Beziehung keine andere Wahl?

Alternativen zu Amazon und Co

Immer wieder werden besorgte oder gar genervte Händlerstimmen laut, nach denen sich der Verkauf auf den großen Handelsplattformen wie Amazon oder eBay zunehmend schwierig gestaltet. Die Anforderungen seien für die kleinen Unternehmen kaum noch zu bewältigen, die Richtlinien der Online-Marktplätze bezüglich der Produktfotos, Produktbeschreibungen oder geforderten Serviceleistungen selbst unter höchstem Arbeitsaufwand nur schwerlich umzusetzen. Kein Wunder, dass sich viele Händler von den regelmäßigen Änderungen überfordert fühlen.

Die Reichweite der Online-Marktplätze ist entscheidend: SumoScout als Beispiel

Daher werden neue Vertriebskanäle und alternative Online-Marktplätze zunehmend attraktiver und wichtiger, um die eigene Unabhängigkeit im digitalen Handel zu gewährleisten. Dies weiß auch Jens Walkenhorst, CEO und Gründer der Sumo Scout GmbH, die mit SumoNet eine solche Alternative bietet. In einem exklusiven Interview mit OnlinehändlerNews sprach er über die Bedeutung alternativer Online-Marktplätze und darüber, welche Lösungen solche Portale für Händler bieten sollten.

Dabei kamen besonders die Aspekt der Reichweite und der Kooperation zum Tragen: „In den letzten fünf Jahren haben wir [von SumoScout] unzählige Informationen und Wünsche von Händlern gesammelt. Unsere eCommerce Lösung bietet den Händlern einzigartige Strukturen, sodass ein Artikel mit einmaligem Einstellen aktuell auf über 180 Marktplätzen gleichzeitig gefunden wird. Die Händler können Ihre Ideen mit einbringen und somit die Entwicklung unseres Konzepts in Ihrem Sinn beeinflussen. Diese Ideen werden dann sehr schnell umgesetzt, um gemeinsam noch mehr Erfolg zu erzielen.“

Das Konzept von SumoScout und dem speziellen Vertriebssystem SumoNet soll gewerblichen Händlern also mit bereits geringem Aufwand eine möglichst hohe Kundenreichweite und somit auch mehr Websitenbesuche und höhere Abverkäufe einbringen.

Marken-Vertrauen als Kunden-Garant: DHL und MeinPaket

Wem die Reichweite der Online-Marktplätze allein nicht genügt, der könnte unter anderem auf renommierte Namen und Marken setzen: So zum Beispiel auf MeinPaket. Die noch recht junge Plattform gehört nämlich zum weltweit agierenden und bekannten Logistikunternehmen DHL. Für Händler bedeutet der Verkauf auf MeinPaket.de einen starken Partner an der Seite zu haben, der bereits innerhalb weniger Monate große Erfolge und Wachstumsraten erzielen konnte.

Doch MeinPaket punktet nicht allein mit einem großen Namen, auch in anderer Hinsicht unterscheidet sich die Plattform vom Angebot anderer Online-Marktplätze: Wie wir bereits berichteten trumpft das Unternehmen nämlich mit redaktionellen Inhalten auf. Was das konkret bedeutet? MeinPaket will Kunden mit Testberichten und Experten-Meinungen überzeugen, bietet nicht nur Reportagen, sondern auch Redaktionsartikel, in denen Prominente ihre Lieblingsprodukte verraten.

Viele Kunden fühlen sich von solchen Zusatzleistungen und Features besser umhegt als auf großen und relativ anonymen Portalen. Und was Verbrauchern gefällt, dürfte sich auch positiv auf die Händler auswirken. Online-Marktplätze: Nischen oder Rabatt-Aktionen? In den letzten Jahren wurde auch die japanische Plattform Rakuten immer attraktiver. Obwohl das Portal hierzulande in Sachen Bekanntheit noch nicht so große Erfolge feiern kann wie in Asien, so gehört sie doch zu den zehn weltgrößten Internetunternehmen. Anders als konkurrierende Online-Marktplätze, erwarb Rakuten durch seinen bereits zwei mal stattfindenden Super-Sale viel Aufmerksamkeit und Anklang bei den Kunden. Dabei können Verbraucher von besonderen Rabattaktionen und zeitlich begrenzten Deals profitieren.

Online-Marktplätze wie SumoScout, MeinPaket oder Rakuten werben – genau wie die beiden großen Player Amazon und eBay – mit einem reichhaltigen Sortiment, das keine Wünsche offen lässt: Dabei finden sich von Spielwaren über Elektrogeräte bis hin zu Kleidung alle erdenklichen Artikel. Doch es muss nicht immer ein Vollsortiment sein, mit dem geworben und gepunktet wird.

Viele Kunden scheuen sich auf der Suche nach ihren gewünschten Produkten nicht davor, auch Online-Marktplätze mit Spezialisierung auf Nischenartikel aufzusuchen. Und dabei gibt es heutzutage für fast alle Nischen einen entsprechenden Shop: Ob Bio- und Ökoartikel, Spielwaren, spezielle Lebensmittel-Stores oder Läden für Accessoires… die Möglichkeiten sind schier grenzenlos. Und wenn sich Händler für den Vertrieb ihrer Produkte auf solchen Nischen-Portalen entscheiden, können sie auch sicher gehen, dass die Kundschaft zielgruppengerecht angesprochen wird.

Alle Möglichkeiten offen

Jens Walkenhorst von SumoScout fasst die Lage praxisnah zusammen: „Ein guter Kundensupport, wenig Zeitaufwand bei der Einstellung von Artikeln und geringe Gebühren sind für die Händler genauso wichtig, wie ein breites Angebot und gute Preise für den Käufer.“ Händler sollten deshalb bei der Wahl des Portals Sorgfalt walten lassen, denn verschiedene Online-Marktplätze bieten unterschiedliche Leistungen. Grundsätzlich muss diese Wahl auch individuell getroffen und auf die eigenen Ansprüche und Sortimente abgestimmt werden.

Dabei steht fest: Zwar sind für viele Händler die großen Online-Marktplätze häufig unumgänglich, doch ein zweites (oder drittes) Standbein auf einem anderen, unabhängigen Portal erweitern den Kundenkreis und können somit durchaus bei der Etablierung des eigenen Unternehmens helfen.

Kommentare  

#5 Caroline Ehlert 2016-01-02 02:19
Ja wenn man den ganzen Onlinehandel betrachtet, wird Amazon schon kleiner. Das setzt sich hoffentliche als Trend durch. Nicht nur die Gebühren sind bei Amazon viel zu hoch, auch das Risiko bei Amazon zu verkaufen ist viel zu groß. Amazon schließt wahllos Händlerkonten aufgrund von "Verifikationpr oblemen". Das heißt, wenn Amazon ein Produkt eines Drittanbieters lieber selbst verkaufen möchte, wird dieser einfach fristlos gekündigt. Das Internet ist voll solche Berichte - diesen Händlern bleibt dann häufig nur der Gang zum Sozialamt. Das bedeutet eine Firma die in Europa keine Steuern zahlt, sorgt für Sozialfälle, für die dann die steuerzahlende Sozialgemeinsch aft aufkommen muss. Auch werden von Amazon eher die Händler akzeptiert die die Umsatzsteuer umgehen können, weil die durch ihre Dumpingpreise die Käufer anlocken. Da Amazon auch so überaus schlecht neben den Händlern mit seinen Mitarbeitern umgeht, gibt es schon viele Menschen die Amazon ächten und dort aus Prinzip nicht mehr kaufen. Amazon ist ein einziger Raubzug und leider kommt Amazon zur Zeit noch mit seinem gesetzlosem Verhalten damit durch. Amazon wird auch komischer Weise nicht daran gehindert die eingefrohrenen Gelder und Umsatzsteur seiner gesperrten Händler herauszurücken. Auch die Lagerbestände gibt Amazon nicht mehr her.Deswegen ist es um so wichtiger ein Problembewussts ein gegen den Räuber Amazon zu erschaffen und Amazon zu ächten. Wer andere Menschen achtet kauft nicht bei Amazon!!!! Mir sind viele kleine Marktplätze viel lieber, weil sie Vielseitigkeit und Gerechtigkeit bedeuten. Das was Amazon da noch abziehen darf hat hoffentlich bald ein Ende. Die Telekom wurde zerschlagen, dass wäre auch eine wünschenswerte Maßnahme gegen Amazon in Europa. Wieso lassen wir uns hier diesen Amazonraubzug gefallen?
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#4 Sophie 2014-07-16 10:00
"...ein breites Angebot und gute Preise für den Käufer" bietet auch buch7.de als Onlinebuchhande l. Hier können Händler bisher jedoch leider noch keine eigenen Bücher, CDs oder DVDs einstellen. Der Vorteil bei buch7.de ist dafür, dass 75% des Gewinns gespendet werden an soziale Projekte. Das finde ich echt super. Ich habe bisher nur gute Erfahrung gemacht und schon dreimal bestellt. Vorallem der Kundenservice ist sehr freundlich, individuell und hilfsbereit!
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#3 Sarah 2014-06-20 10:28
Stimmt, es sind beides sehr übersichtliche Onlinemarktplät ze, jedoch ist www.bagooh.de von den Gebühren her günstiger (nur 1% Verkaufsprovisi on). Der positive Nebeneffekt ist, dass man für jeden verkauften Artikel Punkte sammeln kann und sich irgendwann mit diesen gesammelten Punkten eine Prämie aussuchen darf.

Liebe Grüße
Sarah
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#2 Anita 2014-06-11 19:27
smartvie.de ist auch ein alternativer online Marktplatz zu den Großen. Für mich ist er vor allem interessant, daher nur geringe Verkaufsprovisi on anfallen.

Sonst kann man natürlich noch auf Kleinanzeigen seine Artikel anbieten!
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#1 Daniel. A 2014-03-04 11:33
Auf jeden Fall gibt es Alternativen zu den großen Marktführern, vor allem entwickeln viele Start-up-Untern ehmen wie zum Beispiel www.bagooh.de neue Online-Marktplä tze mit neuen innovativen Ideen.

www.bagooh.de ein Online-Marktpla tz mit Zukunft.
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