Karstadt: Endlich schwarze Zahlen im Online-Handel

Veröffentlicht: 25.04.2016 | Geschrieben von: Tina Plewinski | Letzte Aktualisierung: 25.04.2016

Für Karstadt war der Weg ins Internet ein wahrlich steiniger. Viel zu spät und mit zu geringem Fokus stieg die Warenhauskette ins Online-Geschäft ein und sah sich lange Zeit von Konkurrenten überflügelt. Doch nun scheint es bergauf zu gehen, denn das Unternehmen kann erstmals in seiner Geschichte Gewinne im digitalen Bereich vorweisen.

Karstadt

(Bildquelle Karstadt, Kaufhaus: Metropolico.org via Flickr, keine Änderungen, bestimmte Rechte vorbehalten)

Ganz grün waren sich Karstadt und der Online-Handel von Anfang an nicht. Und nachdem das Unternehmen viele Verluste einstecken musste und im Sommer 2015 noch dazu bekannt gab, dass es sein Omnichannel-Konzept auf Eis legt, „um nicht wie die meisten Händler im Internet Geld zu verbrennen“, schien ein digitales Erfolgskonzept in weiter Ferne. Doch Karstadt scheint nun endlich eine passende Digitalstrategie für sich gefunden zu haben.

Wie DerWesten berichtet, kann die Warenhauskette erfreuliche Nachrichten in Bezug auf seinen Online-Bereich verkünden „Karstadt.de schreibt erstmals schwarze Zahlen“, kommentierte Karstadt-Manager Klaus Haensch. Die Plattform Karstadt.de war bereits 2001 an den Start gegangen und hat in den vergangenen Monaten und Jahren zahlreiche Veränderungen mitgemacht: „Eigentlich haben wir nichts gelassen, wie es war“, sagt Haensch weiter.

Karstadt mit Fokus auf Küche, Haushalt und Elektrogeräten

So wurden beispielsweise die Sortimente gekürzt. Vor rund einem Jahr hieß es, dass man Kinderspielzeug online nicht profitabel verkaufen könne und Mode mit zu hohen Retourenquoten behaftet seien. Aus diesem Grund wurde der Fokus neu gelegt: und zwar auf Haushaltsführung und Elektronikartikel. Auch und besonders im Bereich Heim- und Badtextilien, Küchenartikeln und elektrischen Haushaltsgeräten habe man ausgebaut. Haensch betont gegenüber DerWesten weiter, dass insbesondere das Verhältnis von Preis und Leistung stimme. Somit verzichte man lieber auf ein bestimmtes Angebot oder Sortiment, als dieses nicht sinnvoll und profitabel anbieten zu können.

Mit genauen Details zu Umsätzen und der Bilanz hält Karstadt hinter dem Berg. Doch es heißt, das Online-Geschäft laufe besser als im Vorjahr und dass man „über den internen Planungen“ liege.

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