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Fliegende Drohnen: Das Netz spottet, die Deutsche Post will gleichziehen

Veröffentlicht: 03.12.2013 | Autor: Tina Plewinski | Letzte Aktualisierung: 03.12.2013

Die Internet-Community liegt lachend am Boden: Nachdem Amazon-Vater Jeff Bezos am Sonntag in einem Fernsehinterview verkündete, dass sein Unternehmen in gut vier bis fünf Jahren den Einsatz von fliegenden Drohnen anvisiert (wir berichteten), rollte eine Welle des Sarkasmus durch das Netz. Doch wo zumeist Unglaube über solche Vorhaben herrscht, soll nun auch die Deutsche Post an einer fliegenden Paketzustellung arbeiten.

Nun will auch die Deutsche Post fliegende Drohnen

Die Netz-Community zwischen Unglaube, Spott und Satire

Die satirischen und sarkastischen Kommentare der Online-Community sprühten in den letzten Stunden vor Kreativität, aber auch vor Unglaube. Die „Octocopter“, Amazons achtmotorige Paket-Drohnen, die eilige Bestellungen innerhalb weniger Minuten zum Empfänger transportieren sollen, wurden einer Vielzahl höhnischer Vergleiche unterzogen.

So wurden Parallelen zu Kultfilmen wie „Terminator“ oder US-amerikanischen Kampf-Drohnen gezogen. Die Online-Plattform der-postillon.com betitelte seinen entsprechenden Artikel mit „Amazon plant, Pakete mit riesigen Kanonen direkt vor die Haustür zu schießen“. Das i-Tüpfelchen setzte wohl eBay mit seiner Antwort auf Twitter. Das Unternehmen schrieb: „Wir arbeiten an Teleportation - und das ist sogar schneller (und profitabler) als Drohnen“.

Fliegende Drohnen auch für die Deutsche Post

Und zwischen all diesen – häufig belustigten, zumeist skeptischen – Reaktionen wird nun eine Nachricht aus Deutschland laut: Wie die Welt berichtet, soll auch die Deutsche Post an ähnlichen Paket-Drohnen wie Amazon arbeiten. „Paketkopter“ sollen sie heißen – und dies ist im Großen und Ganzen die einzige Information, die zu den fliegenden Drohnen vorliegt.

"Dass über den Einsatz von Drohnen in der Paketzustellung nachgedacht wird, ist nicht neu", kommentiert ein Sprecherin der Deutschen Post. "Im Rahmen dieses Projektes denken wir perspektivisch zum Beispiel über besonders eilige Lieferungen etwa in der Medikamentenversorgung oder eine Zustellung per Paketkopter an geografisch schwer zugängliche Adressen nach."

Solche Aussagen, die an wesentliche und wichtige Kriterien der Versorgung geknüpft sind und keinen Einsatz für das alltägliche Shopping-Erlebnis vorsehen, machen die Drohnen-Pläne zumindest teilweise realistischer. Im Hinblick auf den Mainstream lässt sich auf jeden Fall eines sagen: Mit rund 31 Kilogramm Gewicht wäre ein Standardpaket für solche Drohnen viel zu schwer. Hinzu kommen bürokratische Aspekte der Luft- und Personensicherheit, der Versicherung und und und.

Wirklich absehbar ist der Gebrauch der fliegenden Drohnen besonders in Deutschland (im Mainstream-Handel) daher eher nicht.

Kommentare  

#2 Michael 2013-12-04 14:27
Das i-Tüpfelchen setzte wohl eBay mit seiner Antwort auf Twitter. Das Unternehmen schrieb: „Wir arbeiten an Teleportation - und das ist sogar schneller (und profitabler) als Drohnen“.

Das Schöne ist, eBay muss an der Teleportation ja nichtmal arbeiten weil eBay selbst versendet ja keine Wahre.
Wahrscheinlicher ist das eBay Teleportation einfach zur Pflicht für die Händler macht und diese an den Status für Topverkäufer knüpft...
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#1 Alex Shopgate 2013-12-03 14:50
So manch ein Kunde in Deutschland wäre ja schon froh, wenn die Post hierzulande sich erst einmal um die reibungslose Zustellung mit den herkömmlichen Fahrzeugen kümmert und diese ausbaut anstatt sprichwörtliche Luftschlösser zu fabrizieren, die in der Praxis so nicht umsetzbar sein werden.
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