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Auch Amazon speichert persönliche Informationen der Käufer

Veröffentlicht: 07.03.2013 | Autor: Redaktion | Letzte Aktualisierung: 07.03.2013

Nicht nur Google, Facebook und Apple speichern sensible Daten von Kunden, nein, auch Amazon hat eine Menge persönlicher Informationen über seine Käufer gesammelt. Datenschützer warnen davor, dass diese persönlichen Daten zu einem späteren Zeitpunkt gegen die Kunden verwendet werden. Der Schlüssel zum Erfolg jedes Werbers liegt jedoch genau in diesen Daten. Je mehr sie den emotionalen Vorlieben entsprechen, desto besser eignen sie sich, um bei dem Kunden einen Kaufimpuls auszulösen.

Bei Facebook sorgen sich Datenschützer um die zerstörten Jobkarrieren der Anwender, weil Bilder oder Aussagen öffentlich und nicht löschbar im Internet verteilt werden. Allerdings kennen Facebook und Google nur die Persönlichkeit, die wir im Internet gern wären. Indem wir einzelne Punkte von uns präsentieren, stellen wir lediglich eine Wunschpersönlichkeit dar. Sie können aber wenig darüber sagen, was uns wirklich interessiert und erst Recht keine Aussagen über unsere Kaufkraft treffen.

Anders sieht es mit Amazon aus.  Amazon weiß, was wir brauchen, mögen und uns wirklich leisten können. Das Unternehmen ist günstig, oft sogar der billigste Anbieter und dadurch fast für die ganze Bevölkerung attraktiv. In der Rubrik „Kunden, die gekauft haben, haben auch gekauft“ stecken gefährliche Daten, die einen vermehrt emotional gesteuerten Kauf fördern. Auch mit Amazons Express-Versand Prime, bei dem jährlich eine Gebühr für die Lieferung innerhalb eines Tages anfällt, wird erreicht, dass mehr gekauft, als benötigt wird. Die Bestellung ist ja erst einmal versandkostenfrei.

Führt man sich seine eigenen Käufe bei Amazon vor Augen, wird einem klar, dass Amazon über den Inhalt unseres halben Haushaltes, über unsere Bücher, DVD´s und Kreditkartendaten Bescheid weiß. Das Unternehmen kennt unsere persönlichen emotionalen Vorlieben und kann darauf aufbauend Kaufimpulse auslösen. Amazon hat bereits jetzt genauere Daten, als Google sehr wahrscheinlich jemals bekommen wird. Das Wissen über die Käuferinteressen gepaart mit den finanziellen Daten könnte eine datenschutztechnisch explosive Mischung ergeben.

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