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Personalisierte Werbe-Videos steigern das Kaufinteresse

Veröffentlicht: 07.03.2013 | Autor: Redaktion | Letzte Aktualisierung: 07.03.2013

WerbungPersonalisierte Video-Anzeigen haben offenbar einen positiven Effekt auf die Markenwahrnehmung der werbenden Unternehmen, meldet die Fachpublikation E-Marketer. Für eine Untersuchung hatte das amerikanische Unternehmen Eyeview Internet-Nutzern zwei Typen von Anzeigen eines Reisebuchungsportals angezeigt: Der eine Teil der Nutzer sah die Originalanzeige, der andere Online-Videos, die für die Region der Nutzer lokalisiert worden waren und bei denen für den jeweiligen Flughafen vor Ort aktuelle Flugreise-Angebote eingeblendet wurden.

Der Studie zufolge stieg die Kaufabsicht bei den Befragten, die die auf sie zugeschnittene Videowerbung gesehen hatten, um 37 Prozentpunkte auf 55 Prozent. Das Gefühl von Markentreue und ein Wohlwollen gegenüber dem Unternehmen verdoppelten sich im Vergleich zur Kontrollgruppe.

Gut möglich also, dass sich derart umworbene Kunden besser an das Unternehmen erinnern oder eine stärkere Beziehung zu diesem aufbauen. Insgesamt äußerten sich zwei Drittel der Befragten positiv über die Form der personalisierten Videos, während nur zwölf Prozent negativ dazu eingestellt waren. 22 Prozent antworteten neutral.

Bestätigt wird diese Tendenz von einer weltweit durchgeführten Befragung des kalifornischen Marktforschungsunternehmen Crowd Science. 41 Prozent der befragten Internetnutzer haben danach kein Interesse mehr an Anzeigen, die keinen Bezug zu ihrer Lebenswirklichkeit darstellen. Dennoch lassen sich mit personalisierten Anzeigen nicht alle Nutzer gewinnen. Ein „harter Kern“ von Internetnutzern verweigert sich auch solchen Werbeanzeigen, die für sie persönlich bedeutsame Informationen enthalten. 16 Prozent der Befragten verneinten die Aussage „Ich akzeptiere eher Anzeigen, wenn sie relevant für mich sind“. 24 Prozent ignorieren jede Art von Internet-Werbung, selbst wenn sie für sie eigentlich bedeutend ist.

Skeptisch scheinen Internetnutzer der Crowd-Science-Studie zufolge jedoch offenbar dann zu werden, wenn personalisierte Anzeigen zu sehr auf ihre Interessen und möglicherweise ihre demografischen oder persönlichen Daten zugeschnitten sind. 37 Prozent der Befragten halten das für „sehr verdächtig“. Werbenden Unternehmen muss somit der Spagat gelingen zwischen der gewünschten Nähe zum Nutzer durch Personalisierung und dem Verdacht, er würde ausgespäht werden. Dabei gelten für verschiedene Branchen unterschiedliche Maßstäbe: Der Einzelhandel, Unterhaltungsangebote oder Reiseangebote dürfen von einer größeren Toleranz bei den Nutzern ausgehen, Werbung von Finanzdienstleistern oder gesundheitsbezogene Themen dagegen werden eine größere Skepsis bei ihnen hervorrufen.

Insgesamt erkennt die Mehrheit der Internetnutzer Anzeigen als eine Notwendigkeit an: 46 Prozent akzeptierten Werbung als Grundvoraussetzung für die Existenz von Webseiten, lediglich elf Prozent tun dies nicht. Sechs Prozent der Befragten würden für ihre Lieblings-Webseiten Gebühren bezahlen, wenn diese dann vollständig werbefrei wären.

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