Optimizely-Studie: Aktuelle Strömungen im Bereich Online-Shopping

Veröffentlicht: 26.07.2016 | Geschrieben von: Christian Laude | Letzte Aktualisierung: 26.07.2016

Wie sehen die derzeitigen Online-Shopping-Trends aus? Worauf sollten Shop-Betreiber achten und welche Rolle spielt der Bereich Personalisierung? Mit diesen existenziellen E-Commerce-Fragen hat sich Optimizely in einer umfangreichen Studie auseinandergesetzt.

Trends-Schild

(Bildquelle Trend-Schild: enterlinedesign via Shutterstock)

Bei Optimizely handelt es sich um ein Unternehmen, das sich darauf spezialisiert hat, Webseiten und Apps zum Beispiel in Sachen Personalisierung zu optimieren. Für die Studie wurden im Juni 2016 3.073 Online-Shopper befragt, die allesamt aus Deutschland, UK sowie den nordischen und Benelux-Ländern stammten.

ROPO-Shopping weiterhin im Trend

Dabei zeigt sich, dass sich Kunden verstärkt online informieren, aber dann im stationären Laden einkaufen, was auch unter dem Begriff „ROPO“ („Research online, purchase offline“) zusammengefasst wird. 66 Prozent der Befragten gaben an, dass sie das Produkt vor dem Kauf gerne anfassen und mit den eigenen Augen physisch wahrnehmen wollen, um sich so von der Qualität zu überzeugen. 36 Prozent wollen Versandkosten und 26 Prozent Wartezeiten vermeiden, die durch den digitalen Kauf entstehen.

Optimizely-Studie

© Optimizely - Screenshot

Die Studie betrachtet aber auch die Vorzüge des Online-Shoppings aus Konsumentensicht. 65 Prozent gaben hier den Bequemlichkeitsfaktor an. Sie können zu jeder Zeit und an jedem Ort den Einkauf tätigen. Danach folgt mit 59 Prozent die Vergleichsmöglichkeit. 58 Prozent meinen, dass es ihnen Zeit erspart.

Auf welche speziellen Faktoren achten die Kunden beim Online-Kauf? Hier befindet sich ein einfacher Checkout-Prozess ganz oben. Auf den weiteren Plätzen folgen die Aspekte „relevante Informationen“ sowie der Umstand, das gewünschte Produkt so schnell wie möglich finden zu können.

Wann wenden sich Kunden von einem Online-Shop ab?

Über 80 Prozent der Befragten haben in der Vergangenheit etwas in den Warenkorb getan und die Bestellung dennoch nicht abgeschlossen. Bei über der Hälfte lag dies vor allem an den hohen Versandkosten. Zu den weiteren Gründen, worüber sich Shopper bereits verärgert zeigten, zählen die fehlende bevorzugte Payment-Option sowie die Tatsache, dass die passende Größe nicht wirklich ermittelt werden konnte.

Interessant ist auch der Aspekt, ab wann sich Kunden entnervt von einem Online-Shop abwenden, wenn sie mit diesem eine schlechte Erfahrung gemacht haben. 35 Prozent gaben hier an, dass ein einmaliges Erlebnis bereits ausreicht, um sich dann bei der Konkurrenz umzuschauen. Erstaunlich ist aber auch, dass 49 Prozent sogar zwei bis drei Negativerfahrungen zulassen, bevor sie kapitulieren.

Optimizely-Studie

© Optimizely - Screenshot

Personalisiertes Einkaufserlebnis erwünscht

Die meisten Kunden wünschen sich der Studie nach ein persönlicheres Einkaufserlebnis. Dieses soll nicht nur dazu führen, dass bisher unbekannte Produkte entdeckt, sondern auch insgesamt mehr Bestellungen getätigt werden. Doch wie sollte diese Personalisierung aussehen? Der Studie nach könnte dies beispielsweise mithilfe von speziell zugeschnittenen Angeboten und Produktempfehlungen geschehen, die auf vorherigen Bestellungen basieren. Aber auch personalisierte E-Mails gehören dazu. Als Beispiel werden besondere Ereignisse wie zum Beispiel der eigene Geburtstag genannt.

Im Ländervergleich zeigt sich abschließend, dass die deutschen Kunden mit 97 Euro im Monat das meiste Geld für das Online-Shopping ausgeben. Zum Vergleich: Die Briten geben durchschnittlich 89 Euro aus – Shopper aus den Benelux-Staaten sogar "nur" 73 Euro.

Die komplette englische Studie von Optimizely kann an dieser Stelle kostenfrei angefordert werden.

Kommentare  

#1 Peter 2016-07-27 12:00
16% möchten am liebsten gar keinen persönlichen account anlegen - aber fast alle wünschen sich ein personalisierte s Kauferlebnis.
Das Geburtsdatum darf eigentlich noch nicht einmal erfasst werden (Datenschutz), da nur für den Bestellablauf relevante Daten abgefragt werden dürfen - trotzdem will der Kunde einen Geburtstagsgruß per Mail....
zusammenfassend: Wasch mich - aber mach mich nicht nass!
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