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Deutschlands Online-Händler stehen vor glänzendem Weihnachtsgeschäft

Veröffentlicht: 06.03.2013 | Autor: Redaktion | Letzte Aktualisierung: 06.03.2013

In der Weihnachtszeit 2011 werden die deutschen Verbraucher voraussichtlich 9,52 Milliarden Euro in Online-Geschäften ausgeben. Das wären 1,14 Milliarden Euro mehr als im Weihnachtsgeschäft des Vorjahres – ein Plus von 13,6 Prozent. Damit würden in diesem Jahr von jedem im gesamten Weihnachtsgeschäft ausgegebenen Euro 14,4 Cent in den Online-Handel gehen. Zuvor waren es noch 13 Cent im Jahr 2010 und 11 Cent im Jahr 2009 gewesen.

Diese aktuellen Prognosezahlen stammen aus der Studie „Christmas 2011: European Assessment“ des Centres for Retail Research in Nottingham, die das Online-Preisvergleichsportal Kelkoo in Auftrag gegeben hat.

Die Autoren haben für die letzten sechs Wochen des Jahres von Mitte November bis zum Jahresende die Daten statistischer Behörden und Forschungsinstitutionen aus neun europäischen Ländern ausgewertet sowie 50 große Einzelhändler befragt. Die Weihnachtszeit gilt für den Handel insgesamt als äußerst bedeutende Saison. „Viele Einzelhändler können bis zu 60 Prozent ihrer Gewinne in diesem Zeitraum erwirtschaften“, sagte Bo Jensen von Kelkoo Deutschland

Dabei kaufen die deutschen Verbraucher in der Weihnachtszeit der Prognose zufolge noch mehr in Online-Geschäften ein als in anderen Jahreszeiten: Während über das Jahr verteilt neun Prozent der Umsätze online generiert werden, sind es im Weihnachtsgeschäft 14,4 Prozent. Das könnte sich aus der allgemein als unsicher geltenden wirtschaftlichen Lage erklären. Die Verbraucher wollen sicherstellen, vermutete Jensen, dass sie die gewünschten Produkte stets zum niedrigsten Preis kaufen. „Der Online-Handel gewinnt weiter an Bedeutung und wächst zu einer immer größeren Herausforderung für den bislang noch dominierenden stationären Handel heran“, sagte er.

Der Online-Anteil von 14,4 Prozent am gesamten Weihnachtsgeschäft in Deutschland wird in Europa nur noch von den Briten übertroffen: Dort werden zu den Festtagen voraussichtlich sogar 19,4 Prozent des Umsatzes im Online-Handel getätigt. Am Ende dieser Liste stehen Spanien und Italien mit jeweils rund vier Prozent Weihnachts-Online-Shoppern.

Die Offline-Umsätze werden der Studie zufolge 2011 in Deutschland leicht um 600 Millionen Euro (plus 1,1 Prozent) anwachsen. Damit steht Deutschland in Europa allein, denn in allen anderen untersuchten Ländern werden weniger Menschen als bisher ihr Geld in den Einkaufsmeilen der Städte ausgeben: Der Umsatz des stationären Handels wird europaweit gegenüber dem Vorjahr um durchschnittlich 0,5 Prozent oder 1,54 Milliarden Euro schrumpfen. Damit würde das Offline-Geschäft im dritten Jahr in Folge zurückgehen. Das Wachstum des Weihnachtsgeschäfts in Deutschland erklärt der Internationale Währungsfonds mit einem hierzulande robusten Anstieg des Bruttoinlandsproduktes in den ersten zwei Quartalen des Jahres.

 

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