Studie: Auch an Ostern schenken die Deutschen gern

Veröffentlicht: 06.04.2017 | Geschrieben von: Christoph Pech | Letzte Aktualisierung: 06.04.2017

Das Marktforschungsunternehmen YouGov hat sich mit Schenk-Gewohnheiten der Deutschen zu Ostern beschäftigt. Vor allem Süßigkeiten stehen dabei ganz oben auf der Agenda.

Ostereier

© Tiplyashina Evgeniya / Shutterstock.com

Ostern steht vor der Tür, das bedeutet gar nicht so weit nach Weihnachten: schon wieder Geschenke kaufen. Oder? Wie steht es eigentlich um die Bereitschaft der Deutschen, auch an Ostern Geschenke zu verteilen? Die Marktforscher von YouGov haben sich mit der Frage in der Studie "Ostern in aller Munde" auseinandergesetzt, für die insgesamt 60.000 Menschen befragt wurden. Die Ergebnisse dürften Online-Händler nur teilweise auf ein goldenes Ostergeschäft hoffen lassen. Je nach Lesart gerade einmal oder immerhin 54 Prozent verschenken zu Ostern etwas. Dabei halten sich Ausgaben allerdings in vergleichsweise engen Grenzen.

Süßigkeiten und dann lange nichts

76 Prozent derjenigen, die etwas verschenken, geben insgesamt weniger als 100 Euro aus und selbst an diese 100 Euro kommen wohl nur wenige heran, denn YouGov gibt den Korridor mit „25 bis 100 Euro" äußerst großzügig an. Ostern wird offenbar als das Fest der Kleinigkeiten angesehen, denn ganz oben auf den Kauflisten stehen mit 78 Prozent Süßigkeiten und hier vor allem Schokolade ganz vorn. Mit 39 Prozent folgen dahinter gekochte/bunte Eier. Spiele und Spielzeug (13 Prozent), Bücher (10 Prozent) und Kleidung (8 Prozent) folgen abgeschlagen auf den Plätzen. Wirklich große Ausgaben leistet man sich zu Ostern also nicht.

Interessant für Online-Händler, die das Ostergeschäft ausnutzen möchten: 67 Prozent derjenigen, die Ostern zwar feiern, aber eigentlich nichts schenken wollten, entschieden sich 2016 spontan doch noch zu Impulsivkäufen. „Diese Gruppe zeichnet sich dahingehend aus, dass sie seltener über Kinder unter 18 Jahren im Haushalt verfügt als Schenkwillige und somit nicht mit klassischen Mitteln der Familienansprache erreicht wird. Wer hier bei der Ansprache auf falsche Inhalte und Kanäle setzt, läuft Gefahr, die in dieser Gruppe schlummernde Kaufkraft zu verschenken“, mahnt Markus Braun, Head of Business Unit Reports bei YouGov.

Ostern ist generell ein Sonderfall für Online-Händler, wenn es um Feiertage geht. Da das Fest keinen festen Termin hat und mal Anfang, mal Ende eines Monats liegen kann, schwanken auch die Umsätze. Zwar verzeichnen Online-Händler in der Mehrheit höhere Umsätze, allerdings nicht in den Dimensionen, wie es an Weihnachten möglich ist. Trotzdem kann man auch Ostern und andere Feiertage für die Gewinnoptimierung nutzen. In der aktuellen Ausgabe des Onlinehändler Magazins haben wir uns eingehend mit dem Thema beschäftigt.

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