Ikea will Möbel über Drittanbieter verkaufen

Veröffentlicht: 08.06.2017 | Geschrieben von: Tina Plewinski | Letzte Aktualisierung: 08.06.2017

Ikea möchte neue Verkaufskanäle für sich erschließen und somit auch die eigenen Umsätze ankurbeln. Dazu sollen Möbel, Einrichtungsgegenstände und Dekoartikel des schwedischen Unternehmens auch über Dritte vertrieben werden.

Logo des schwedischen Möbelhauses Ikea
© Pornsngar Potibut – shutterstock.com

Das schwedische Möbelhaus Ikea will sich optimieren. Konkret heißt das, dass man vorhandene Ressourcen besser ausschöpfen und auch neue Wege gehen möchte. Wie Reuters berichtet, plant das Unternehmen daher, seine Produkte in Zukunft nicht nur über die stationären Filialen und den eigenen Online-Shop zu vertreiben, sondern auch über andere Webseiten zu verkaufen.

Verkauf auf Amazon? – Ikea schweigt still

Welche anderen Online-Shops und Plattformen das genau sein sollen, wollte Ikea allerdings nicht verraten. Torbjorn Loof, Inter Ikea Group Chief Executive, sagte: „Die genauen Plattformen sollen heute ungenannt bleiben, aber wir werden testen und ausprobieren, um herauszufinden, was es bedeutet, wie digitales Einkaufen in der Zukunft aussehen wird und wie digitale Einkaufszentren sein werden.“

Obwohl also noch keine konkreten Details vorliegen, scheint es jedoch durchaus möglich, dass zum Beispiel Amazon als Vertriebsweg ins Auge gefasst wird – schließlich bietet die Plattform eine gigantische Reichweite und Millionen von Stammkunden, die über alle Produktgruppen und Sortimente hinweg kaufen.

Ikea digitalisiert sich immer stärker

Auch ein genauer Zeitpunkt zum Start der neuen Vertriebsstrategie steht noch nicht fest. Loof sprach laut Reuters in einem Interview aber davon, die Tests 2018 beginnen zu wollen. Dies sei eine Reaktion auf die Wettbewerbslandschaft, die sich mittlerweile verändert habe. „Es gibt einen schnellen Wandel auf dem Markt – vieles von dem, was wir gelernt haben und was wir wissen, hat sich radikal geändert“, so Loof weiter.

Die vergangenen Bilanzen haben gezeigt, dass Ikea stark vom wachsenden Online-Handel profitiert. Um dies weiter zu forcieren, hat das Unternehmen in den vergangenen Monaten die Verzahnung von Online- und Offline-Handel immer weiter verbessert. Die Ausweitung der Online-Vertriebswege stellen damit nur einen konsequenten Schritt zugunsten der Digitalisierung dar.

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