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E-Commerce-Index: Amazon Prime Day stopft Sommerloch

Veröffentlicht: 10.08.2017 | Autor: Christian Laude | Letzte Aktualisierung: 10.08.2017

Der E-Commerce-Index von Metoda für den Monat Juli hat ergeben, dass die Nachfrage in fast allen betrachteten Produktkategorien angestiegen ist. Lediglich die Gartensparte, die im Monat zuvor noch zu den großen Gewinnern zählte, muss mit einer negativen Entwicklung leben.

Online-Shopping-Visualisierung

© chaythawin - Shutterstock.com

„Kein Sommerloch, dafür Amazon Prime Day“ – mit diesen Worten leitet Metoda den Rückblick auf das E-Commerce-Geschehen im letzten Monat Juli ein und fasst damit recht treffend die Ereignisse zusammen. Grundlegend macht sich das alljährliche Sommerloch weiterhin auch im Online-Handel bemerkbar, doch der Prime Day, der dieses Mal am 11. Juli stattfand, sprengte wie erwartet sämtliche Rekorde, wodurch sich das Tief durchaus im Rahmen hielt.

Elektronik-Produkte besonders beliebt am Prime Day

Insgesamt verzeichneten 14 der 15 betrachteten Kategorien eine verstärkte Nachfrage. Recht überraschend ging es laut den Marktforschern nur für die Gartensparte nach unten, die im Monat zuvor noch zu den großen Gewinnern zählte. Auch wenn die Kategorie als einzige eine negative Entwicklung zeigt, betont Metoda, dass die Nachfrage seit dem Beginn des Jahres in keiner anderen Kategorie so stark angewachsen ist, wie in dieser.

E-Commerce-Index Juli 2017 von Metoda

© Metoda

Im Juli waren jedoch dafür Produkte aus anderen Kategorien besonders gefragt. Dazu zähl beispielsweise die Kategorie Auto. Aber auch Elektronikprodukte waren besonders am Prime Day beliebt, denn Schnäppchenjäger sicherten sich vor allem Handys, Kopfhörer, Tablets und Fernseher. Auf dem dritten Platz landete wiederum die Kategorie „Bürobedarf & Schreibwaren“, was jedoch weniger am Prime Day, sondern vielmehr am bevorstehenden Schulanfang in den Bundesländern Bremen, Niedersachsen und Sachsen gelegen haben soll.  

Nachfragestärkster Monat des aktuellen Jahres

Zusammengenommen lag der E-Commerce-Index bei insgesamt 1.732 Punkten, womit der Juli zumindest in diesem Jahr der nachfragestärkste Monat sein soll, was eben hauptsächlich am Prime Day lag. „Der Schnäppchenfeiertag prägte die gesamte Juli-Performance“, meint auch Metoda-Geschäftsführer Stefan Bures. „Tatsächlich zeigen unsere Berechnungen, dass Amazon.de am Prime Day 2017 in etwa so viel Ware abgesetzt hat, wie sonst in einer ganzen Woche. Die Verlängerung der Angebotsparade auf 30 Stunden hat sich so auf jeden Fall ausgezahlt und wir haben auch bereits am Abend des 10. Juli sowie am frühen 12. Juli rege Aktivität gesehen.“

Wie in jedem Monat wird im Zuge des E-Commerce-Index die Anzahl an Bestellungen bei den 1.500 nachfragestärksten Produkten in 15 Amazon-Kategorien betrachtet. Die Ergebnisse des jeweiligen Monats werden dann mit den Basiswerten des Januars verglichen, wodurch sich entsprechende Entwicklungen ausmachen lassen. Es werden insgesamt mehrere Millionen Bestellvorgänge berücksichtigt.

 

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