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Amazon will mehr Abholstationen für Kunden aufstellen

Veröffentlicht: 15.09.2017 | Autor: Tina Plewinski | Letzte Aktualisierung: 15.09.2017

Wie erreicht man als Online-Unternehmen seine Kunden noch besser und macht sie noch glücklicher? Man sorgt dafür, dass sie ihre Bestellungen auch immer zeitnah bekommen – ganz egal, ob sie Zuhause auf den Paketboten warten können oder nicht. Und genau dieses Vorhaben will Amazon künftig noch stärker forcieren.

Amazon Locker: Hier in gelber Version
© Hadrian / Shutterstock.com

Seit geraumer Zeit gibt es auch in Deutschland hauseigene Abholstationen von Amazon. Die großen Paketkästen, die im Prinzip genau wie die klassischen Packstationen der Deutschen Post funktionieren, hatten seit ihrem Start schon für einigen Ärger gesorgt: Denn die Kästen sind von Hause aus in einem kräftigen Gelb-Orange-Ton gehalten und hatten somit die Missgunst der DHL auf sich gezogen. Mittlerweile sind Abholstationen von Amazon hierzulande dunkelgrau und an mehr als 180 Standorten (unter anderem in München, Berlin, Köln, Düsseldorf, Hamburg oder Essen) verfügbar.

Während die „Amazon Locker“ genannten Abholstationen bei den logistischen Konkurrenten eher für schlechte Stimmung sorgten, scheinen sie bei den Kunden gut anzukommen. Wie das Handelsblatt berichtet, sollen die Ambitionen rund um die Paketkästen noch weiter ausgebaut werden: „Bis Ende des Jahres planen wir an mehr als 200 der insgesamt 2000 Stationen in unserem Netz Amazon Locker aufzustellen“, zitiert das Portal Jan Reichel, Leiter des Shell Shopgeschäftes in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Amazon sucht sich namhafte Partner für seine Abholstationen

Mit der Tankstellenkette Shell hatte sich Amazon bereits im Sommer 2016 verbandelt. Wie wir auf dem Amazon Watchblog berichteten, hatte das Unternehmen im Juli vergangenen Jahres damit begonnen, seine Locker an zahlreichen Münchener Shell-Tankstellen aufzustellen und zu testen. Diese Kooperation dürfte also erfolgreich gewesen sein, wenn nun ein so massiver Ausbau erfolgen soll.

Neben Shell hat sich Amazon auch Edeka als Partner geangelt und die Locker unter anderem in Berlin auf mehreren Parkplätzen der Supermarktkette stationiert. Auch einige Berliner „Spätis“ sowie Telefónica Deutschland seien mit von der Partie, wie das Handelsblatt weiter schreibt: „In einzelnen Filialen der Mobilfunkmarke O2 von Telefónica sollen bis Ende des Jahres ebenfalls Paket-Schließfächer aufgebaut werden. Der US-Internetkonzern will seinen Kunden eine ‚weitere komfortable Lieferoption‘ geben, wie Amazon-Manager Sam Nicols erklärt.“

Die Kooperationen helfen natürlich nicht nur Amazon beim Ausbau des eigenen Logistiknetzwerks, sondern sind auch für die Partner selbst äußerst attraktiv, da sie Kunden anziehen und somit auch stärkere Laufkundschaft generieren können.

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