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Auszahlungsprobleme bei Amazon halten an

Veröffentlicht: 06.11.2017 | Autor: Redaktion | Letzte Aktualisierung: 15.11.2017

Die Zahlungsprobleme von Amazon werden noch die gesamte Woche anhalten. Das berichten Händler, die vom Marktplatz eine entsprechende Mitteilung bekommen haben.

Amazon Logo
© 360b / Shutterstock.com

Seit Anfang vergangener Woche hat Amazon Probleme mit der Auszahlung des Händlerguthabens. In einer E-Mail von Amazon an die Händler hieß es, dass bei der Überweisung ein „unerwarteter Fehler“ auftrete. Es sei ein „technischer Fehler unsererseits“, so Amazon und weiter, dass „die Technikabteilung schon daran arbeitet um den Fehler zu beheben“. Dieser Fehler scheint recht komplex zu sein, denn das Problem wird offenbar noch eine Weile anhalten.

Mindestens eine Woche Geduld

Händler berichten, dass ihnen von Amazon mitgeteilt wurde, „dass die Zahlungsschwierigkeiten noch die ganze Woche anhalten werden“, wie es etwa in der „Multichannel Rockstars“-Gruppe auf Facebook zu lesen ist. Amazon bemühe sich aber um eine schnelle Lösung. Besonders ärgerlich für die Händler: In vielen Fällen wird die Auszahlung zwar von Amazon bestätigt, das Geld kommt dann aber nicht bei ihnen an. Andere wiederum haben überhaupt keine Probleme.

Was tun, wenn Amazon mein Geld nicht auszahlt

Uns erreichen viele Fragen, ob und wie Händler auf die anhaltenden Probleme reagieren sollten. Nach Angaben von Amazon dauert Überweisung von Guthaben "3-5 Geschäftstage". Im schlimmsten Fall müssten Händler demnach maximal 5 Werktage warten, bis das Geld nach Zahlungsanweisung auf ihrem Konto eingeht. Danach könnte nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch (§286 BGB) ein Verzug vorliegen, der auch Verzugszinsen auslösen könnte.

Allerdings fallen durch den aktuell geringen Basiszinssatz auch eventuelle Verzugszinsen sehr gering aus. Hinzu kommt, dass Amazon Verzugszinsen nicht zahlen müsste, wenn das Unternehmen nachweisen kann, dass es durch technische Probleme nicht die Verantwortung für den Verzug trägt. Händler sollten also genau prüfen, ob ein solches Vorgehen zum jetzigen Zeitpunkt sinnvoll ist.

Das ganze Ausmaß der Probleme zeigen die Ergebnisse der Blitz-Umfrage des Händlerbundes.

 

Kommentare  

#14 Dirk 2017-11-11 14:41
Wie Tuan schreibt, versklavt euch nicht gegenüber Amazon. Wer von Amazon abhängig ist, hat was falsch gemacht. Schnell wird dein Geld einbehalten und nicht ausgezahlt. Nach 120 Tagen erweist sich Amazon gnädig und zahlt DEIN Geld dir aus. Amazon kennt nur sich selbst! Amazon will nicht verstehen, dass das Geld auf seinem Konto rechtmäßig den Verkäufern gehört. Ach ja. Strafanzeige gegen Amazon nutzt nichts, Verfahren wird einfach eingestellt. Schadenersatzan sprüche sind kostenintensiv, da Amazon seinen Sitz nicht in Deutschland hat.
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#13 gregi 2017-11-11 10:25
Ein Schelm wer böses dabei denkt, Amazon wirbt derzeit mit seinem Lächeln und wartet vielleicht schon darauf, das ganze Weihnachtsgesch äft alleine machen zu dürfen. Sind doch einige Händler derzeit schon nicht mehr in der Lage ihren Weinachtseinkau f zu finanzieren ...
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#12 Hartmut 2017-11-11 09:17
.... größter Marktplatz hin oder her, stellt das verkaufen bei Amazon ein!!
2014 haben wir bei diesen Brüdern Schluß gemacht, eine haarfeine Billanz hat nichts weiter als Verlust ausgewiesen!
Wer Gewinn erwirtschaften will, kann solche Preise mit kostenlosen Versand nicht anbieten! Die Einzigen die reich werden sind die Amazonler!!
Und nun dieses noch ....technischer Fehler ...????
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#11 Alex 2017-11-11 08:47
Schaut euch nur mal die Amazon Kundenbewertung en auf idealo an - im Durchschnitt nur 2 Sterne - 68% der aktuellen Bewertungen sind 1 Stern Bewertungen. Jeder Amazon Händler wäre mit solchen Werten umgehend suspendiert worden! Und bei Amazon ändert sich nichts, es wird sowohl für Händler als auch für die Endbverbraucher dort nur schlimmer. Wir arbeiten daran Amazon zu verlassen. Und "technische Probleme" gibt es in jedem Bereich... komisch das dieses "technische Problem" so lange anhält, so viele Händler betrifft und zufällig schnell mal Rund 100 Millionen in die leeren Kassen von Amazon gespielt hat... mit diesem Zwischenpolster konnte sich Jeff trotz dem Negativeffekt etwas mehr leisten. Amazon ist meiner Meinung nach eine Supernova kurz vor dem Kollaps! Zumindest was die EU-Kanäle angeht, was übern Teich mit Amazon los ist kann ich nicht sagen aber selbst die deutsche Amazon Führungsebene wundert bzw. beugt sich dem was aus Seattle kommt und flucht darüber das es noch mehr Ärger sowohl mit Händlern als Kunden gibt.
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#10 Tuan 2017-11-10 12:32
Den Unmut der Händler kann ich hier nur beipflichten! Für Amazon sind wir Händler keine Kunden (obwohl wir ein Abo zahlen), sondern ihre Arbeiter 2. Klasse. Passt Amazon etwas nicht, dann wirst du halt suspendiert und ein schöner Maßnahmeplan verlangt. Das dauert natürlich. Erfolgsaussicht : sehr niedrig. Dein Betrag wird dann erstmal für weitere 90 Tage eingefroren und man steht noch schlechter als am Anfang da. Investiert euer Geld nicht in Amazon ! Investiert es in euch bzw. euren Online-Shop ! Langfristig bringt euch das viel weiter !
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#9 Robin 2017-11-09 16:44
Wir haben heute auch einen Teil unseres Geld erhalten. Leider fehlt der Großteil noch!
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#8 Sylvia 2017-11-09 15:34
Ich vermeide das überhaupt erst große Summen bei Amazon auflaufen. Ich lasse mir einmal am Tag mein Geld auszahlen. Sonst kann man natürlich schon in Engpässe kommen, wenn Fehler auftreten oder Amazon das Konto überprüft und dann das Geld zurückhält. Bei mir funktionieren mittlerweile die Auszahlungen wieder.
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#7 Alex 2017-11-09 15:13
Amazons Haltung gegenüber uns Verkäufern ist generell sehr fragwürdig. Mit gegenseitigem Respekt oder Vertrauen hat das nichts zu tun wie man behandelt wird. Für mich ist Amazon ein notwendiger Marktplatz auf Grund seiner Größe. Fragt man mich ob wir gerne auf Amazon verkaufen lautet die Antwort ganz klar nein.
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#6 Harald 2017-11-09 14:52
Hier kamen einige Zahlungen zwischendurch an, größere Beträge gehen aber nicht durch und werden nach einigen Tagen wieder ausgewiesen als Guthaben auf dem Amazonkonto. Ein Schelm der böses denkt... Ich vermute da hält jemand das Geld zusammen. Oder KANN Amazon vielleicht nicht auszahlen?!

Wenn eine Air Berlin vom Himmel fällt kann auch ein großer Marktplatz mal insolvent sein. Wer weiß was in unserer Welt noch alles passiert. Bleiben wir mal gespannt.
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#5 Marius 2017-11-09 10:47
Bin alles andere als ein Amaozon Fan, aber wie fast alle anderen komme ich nicht an Amazon vorbei. Kein wunder dass, die das nur in Europa haben und nicht in den USA, wo Sammelklagen recht teuer werden können.
Auch Verbände haben wir genug im Land, aber sowas ähnliches sollte es auch für Online Händler geben für uns viel kleine.
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